Depression und Hund

Depression und Hund

Beitragvon FrauBlumeundLotta » So 28. Apr 2013 09:09

Moin,

ich habe seit über 5 Jahren ein Terrier Mischling (Parson Russel/Tiebett)
Sie ist nicht ganz einfach. Zu Hause ist sie der liebste, ruigste und verschmusste Hund der Welt.
Draußen aber meint sie, dass sie der Chef ist. Jeder Hund wenn sie an der Leine ist,wird angepöppelt, angebellt und angeknurrt. Ohne Leine kommt es jetzt wieder häufiger vor, dass sie 60% aller Hunde wegbeisst. Und wenn sich der andere Hund das nicht gefallen lässt, wird sich eben geprügelt. Sie und die anderen Hunde sind noch nie ernsthaft verletzt worden. Es ist immer nur schlimmer aus, als es ist. Nun ist es so, dass mir das alles! zu viel wird. Ich habe eine heftige Depression und am liebsten würde ich meinen Hund weggeben, nur kann ich es vom Herzen nicht. Aber es muss etwas geschehen!!! Mich zieht ihr zickerei immer wieder runter. Ich mag gar nicht mehr mit ihr raus gehen, wenn ich rausgehe, gehe ich auch so, dass ich keine anderen Hunde treffe und meist auch immer nur an Straßen. Was für ein Leben :O(
Ich habe eine Freundin gefragt, ob sie mien Hund für 4 Wochen nehmen kann, damit ich an mir arbeiten kann und dass ich abstand gewinne. Nur wenn man denkt, dass Freunde einen in der Not helfen, wird man enttäuscht. :O(
Ich möchte meinen Hund nie ins Tierheim, Tierpension oder ähnliches bringen. Das würde sie nie verkraften, da sie sehr sensibel ist und ihr das zu viel wird. Danach hätte ich noch mehr probleme mit ihr, als jetzt schon.
Was kann ich tun?
Mit dem Hund zu arbeiten, habe ich im Moment keine Kraft, ewrst muss ich wieder auf die Beine kommen.
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Pudelfan » So 28. Apr 2013 14:33

Versuch doch mal dich an eine Notorga zu wenden und erklär denen deine Situation und sag, daß du deswegen eine Pflegestelle für eine begrenzte Zeit suchst. Vielleivht hast du ja Glück und jemand nimmt ihn während der Zeit. Ich würde mich aber auch dann während der Zeit um professionelle Hilfe für dich bemühen, mit Depressionen ist nicht zu spaßen, weiß ich von meiner Großmutter.

Gruß Uta und die Viererbande
Pudelfan
 
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Fritz » So 28. Apr 2013 19:03

Ja, eine Depression darf man nicht unterschätzen , sie kann lebensgefährlich sein .
Ich würde mich , wenn es schlimm wird ,um einen stationären Therapieplatz bemühen .

Allerdings kann ein Hund ,gerade wenn man eine depressive Phase überwinden möchte ,
sehr hilfreich sein .
Er sorgt dafür, eine Tagesstruktur einzuhalten , bringt Abwechselung
und ist jeder Zeit ein guter Gesellschafter .

Ich hoffe Du findest bald ,am besten in deiner Nachbarschaft ,
eine gute Unterbringung für Deinen Hund.
Es ist natürlich für Dich sehr schwer ,gerade jetzt danach zu suchen .

http://www.deutsche-depressionshilfe.de/

http://www.helpster.de/wohin-mit-dem-hu ... thalt_9494

Leider finde ich jetzt auch keine Einrichtung oder eine Vermittlung ,
die in Deinem Fall ,für den Hund tätig werden kann .
Wo lebst Du denn , vielleicht gibt es jemanden in Deiner Nähe ,der deinen Hund versorgen kann .

Fritz .
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Re: Depression und Hund

Beitragvon FrauBlumeundLotta » Mo 29. Apr 2013 12:44

Hallo,

danke für eure Antworten.
Ich bin schon in Behandlung.
Mein Hund tut mir zu Hause so ganz gut, nur wenn sie alleine bleiben muss (max. 3 Std am Tag und auch nicht jeden Tag) macht sie echt Psychoterror. Ich habe keine Kraft im Moment daran zu arbeiten. Sie konnte mal besser alleine bleiben. Es fängt mit dem Stress an, wenn ich nur daran denke ohne sie das Haus zu verlassen.
Dann der Stress draussen, dann mein Job, alles wird mir zu viel.
Ich wohne in München. Bin auch allein in der Stadt und bin schon auf der Suche nach einen Hundesitter, aber das ich nicht so einfach.
Ich guck mal nach einer Pflegestelle
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Sirana » Do 2. Mai 2013 16:32

Hallöchen,

Ich kenne das.
Meine Hunde sind ebenfalls keine Engel , allerdings sind sie nur an der Leine so kleine Terrorzwerge!
Ausserdem war ich mal in der selben Situation, dass es mir psychisch nicht so gut ging und dann ein Hund auch zu einer Belastung werden kann.
Allerdings war es immer gut, dass ich meine Hunde bei mir hatte, denn so hatte ich jeden Tag ein Grund aufzustehen, weil das eben die Verantwortung ist , die ich übernommen habe und nie im Leben abgeben würde.
Ich gebe meine Hunde sowieso nicht gerne ab und wirklich nur im Notfall.
Es gibt Kliniken, die erlauben dein Hund mitzunehmen.
Leider sind diese zwar weiter weg, aber ich denke das Übel könnte man in Kauf nehmen.
Voraussetzungen sind nur, dass der Hund geimpft ist und gesund. Das wird ja wohl so sein. ;-)
Ich bin damals nicht in die Therapie dort gegangen, weil ich mich neu verliebt hatte und mich das stark gemacht hat. :-)
Musst einfach mal schauen, falls Du Interesse daran hast.
Könnte Dir auch gerne ein Link zu der Klinik schicken, zu der ich damals schon Kontakt aufgenommen hatte.
Ansonsten würde ich dir wirklich nur Pflegestellen über einer Tierschutzorganisation empfehlen.
Private Leute über das Internet, bzw Leute die man nicht kennt,bin ich immer misstrauisch, weil ich schon so viel schlimmes gehört habe.
Sirana
 
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Re: Depression und Hund

Beitragvon FrauBlumeundLotta » Fr 3. Mai 2013 18:07

Hallo Sirana,

könntest du mir den Link bitte schicken?
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Sirana » Fr 3. Mai 2013 18:25

Huhu,

Hier der Link :

http://www.peershoop.therapiehilfe.de/

Achso, dein Hund muss noch Haftpflichtversichert sein, aber ich denke das wird auch kein Problem sein.
Man kann auch eine Haftpflicht für einen geringen Zeitraum machen lassen.

Übrigens hab ich kein Problem mit Drogen oder Alkohol, es ist also kein Krankheitsbild was Du haben musst um da aufgenommen zu werden.

Du kannst dort auch eine Email hinschreiben und deine Fragen stellen, die Leute haben mir sofort zurückgeschrieben. :-)
Sirana
 
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Re: Depression und Hund

Beitragvon FrauBlumeundLotta » Fr 3. Mai 2013 18:41

Danke!

"Die Hunde leben nicht mit im großen Hauptgebäude, sondern sind in gemütlichen Zwingern in einem Hundehaus mit jeweils kleinem Auslauf untergebracht. Wenn sich die Hunde untereinander gut vertragen, können sie im „Kleinrudel“ zusammenleben. Nach unserer Erfahrung gewöhnen sich die Hunde sehr rasch an die neuen Lebensumstände." - das geht gar nicht! :oops:
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Sirana » So 5. Mai 2013 13:37

Jepp, das fand ich halt auch nicht unbedingt spitze.
Allerdings verbringt dein Hund dort ja nicht 24 Stunden.
Würde ich meinen Hunden aber auch nicht antun. Aber viele geben ihre Hunde ja auch in ein Tierheim die halt Urlaubsbetreuung anbieten. Aber meine Hunde würden da durchdrehen.
Manche haben damit aber eben kein Problem und finden das als eine gute Lösung, mit Hund in die Therapie zu gehen.
Wahrscheinlich manchmal sogar besser als eine private Betreuung, man weiss ja nie welchen Leuten man vertrauen kann.
Sirana
 
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Re: Depression und Hund

Beitragvon Bielos » Do 9. Mai 2013 08:13

Habe da mal eine Blöde Frage, aber wegen Deiner Deprssion kannst du auch ne Kur bei der Krankenkasse beantragen. Das tut Dir gut!
Ich habe es auch schon mal bei einer Freundin erlebt die sogar ihren hund mitnehmen konnte aus
"Therapie Gründen", so hatte der Arzt es ihr verordnet. Tiere sind eigentlich gut für mehschen mit Depressionen, weil die ihren Sozialen Kontakt und ihre Tagesstuktur nur fördern. Versuche es doch mal auf diese Schiene !????
Hättest du den Hund nicht würde es dir schlechter gehen, du kommst weniger raus und hast einen ganz anderen Tagesablauf!

Ich schaue mal was es da gibt und frage mal wie es meine Freundin hinbekommen hat

LG Steffi
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