Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Fritz » Mo 13. Mai 2019 01:06

Hallo,
leider ist es wohl so, dass credelio - Tabletten die Zecken wohl abtöten können ,
aber dieses geschieht erst nach c 8-12 std , also, nach dem diese sich schon fest gesaugt haben
und viele Erreger übertragen konnten, aber dann in dann im Kot der Hunde weiter wirken ,
um dort anschließend noch alle Insekten zu töten , welche diesen verwerten wollen.
Gifte werden auch in Leber, Nieren , oder im Fettgewebe der Hunde angereichert
und können langfristig , allmählich dadurch immer schädlicher werden.

Nun denke ich, hier befinden wir uns in einem Dilemma, was tun,
wenn bei einem spot on, Kinder und andere Menschen gefährdet ertden,
wenn sie die Hunde berühren und auch noch Wassertiere vergiftet werden.
Durch kau -Tabletten ,sterben die Insekten im Kot, doch hindern die Zecken nicht daran,
noch das Blut der Hunde zu saugen und eventuell trotzdem Krankheiten zu übertragen.

Welche Möglichkeiten gegen Krankheiten, welche durch die Zecken übertragen werden,
haben wir eigentlich wirklich , wenn wohl auch alternative Mittel nicht wirklich helfen können ,
sondern allenfalls,oder vielleicht zeitweise nur ein wenig abschreckend wirkend wirken können :?: :?:

Während im Süden die FSME-Risikogebiete überwiegen, ist der Norden von Deutschland stärker
von der Borelliose betroffen , wenn Zecken sich festsetzen .

https://interaktiv.waz.de/zecken-atlas-deutschland/

https://www.zecken.de/de/fsme/fsmerisikogebiete-europa

Fritz.
Fritz
 
Beiträge: 1790
Registriert: So 31. Jul 2011 20:00
Wohnort: Hamburg

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Gandalf » Mo 13. Mai 2019 13:10

Welche Möglichkeiten gegen Krankheiten, welche durch die Zecken übertragen werden,
haben wir eigentlich wirklich , wenn wohl auch alternative Mittel nicht wirklich helfen können ,.....

Wie kommst du darauf, dass die alternativen Mittel nicht wirken?
Welche hast du denn schon gestetet?
Hast du sie auch nach Vorschrift angewendet?

Und wieso bist du der Meinung dass sie nur "zeitweise nur ein wenig abschreckend "wirken?

Oft ist so, dass man von ihnen erwartet, dass sie sofort wirken, das tun aber die Tabletten, Spot-Ons und Halsbaender auch nicht.

Manche Wissenschaftler sagen, dass diese Zecken aus dem Süden und die Sandmücke durch den Klimawandel nach Deutschland gelangten und dort auch geeignete Lebensbedingungen vorfinden.
Gegen die Borreliose können Hunde inzwischen geimpft werden.

Dabei denke ich nun persönlich, dass man froh sein kann, dass die Krankheiten bereits so gut erforscht sind, dass man den Hunden und Katzen zumindest noch Erleichterung verschaffen kann.

Die Zecken absammeln empfiehlt sich aber bei allen Zeckenmittel als erste Massnahme

Aber so ganz trifft es ja das Thema mit Mittel vom TA nun nicht mehr :?
Gandalf
 
Beiträge: 42
Registriert: Do 2. Mai 2019 18:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Fritz » Di 14. Mai 2019 10:11

Hallo,
ich denke, Kokosöl , wie ätherische Öle, wirken nur zeitweise , abschreckend auf Zecken
und sind wohl auch sehr unangenehm für den geruchsempfindlichen Hund .
An die Wirkung von Bernstein- , oder anderen solcher " geladenen " Ketten glaube ich nicht .

Gegen Borreliose Impfen ?
Ich habe gelesen,
in Europa wurden unterschiedliche Borrelien-Erreger nachgewiesen,
doch eine hier zugelassene Impfung wirkt nur gegen Borrelien-Stamm „Borrelia burgdorferi s.s.,
welcher bei uns nur sehr selten vorkommt .

Auch kann eine Impfung bei Hunden,welche schon einmal mit einem Erreger in Kontakt kamen und danach geimpft wurden, lebensbedrohliche Nierenentzündungen entwickelten.

Fritz.
Fritz
 
Beiträge: 1790
Registriert: So 31. Jul 2011 20:00
Wohnort: Hamburg

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Gandalf » Mi 15. Mai 2019 06:26

ch denke, Kokosöl , wie ätherische Öle, wirken nur zeitweise , abschreckend auf Zecken
und sind wohl auch sehr unangenehm für den geruchsempfindlichen Hund .
An die Wirkung von Bernstein- , oder anderen solcher " geladenen " Ketten glaube ich nicht .


Ich sehe es so, bei dem einen Hnd wirkt es und beim anderen nicht.
Das hängt, meine ich, auch mit dem Futter zusammen.
Was hindert dich, es einfach mal auszuprobieren? Bevor du Chemie nehmen "musst"...

Gegen Borreliose Impfen ?
Ich habe gelesen,
in Europa wurden unterschiedliche Borrelien-Erreger nachgewiesen,
doch eine hier zugelassene Impfung wirkt nur gegen Borrelien-Stamm „Borrelia burgdorferi s.s.,
welcher bei uns nur sehr selten vorkommt .

Auch kann eine Impfung bei Hunden,welche schon einmal mit einem Erreger in Kontakt kamen und danach geimpft wurden, lebensbedrohliche Nierenentzündungen entwickelten.

Das muss man jeder selbst wissen, was er impfen lásst.
Und klar, kann man auch vorher das Blut auf Errerger untersuchen lassen.
Gandalf
 
Beiträge: 42
Registriert: Do 2. Mai 2019 18:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon ABN » Mi 29. Mai 2019 14:16

Nein, das RICHTIGE Mittel ist nicht gefährlich - die Krankheiten, die Zecken verursachen können schon. Natürlich hat jedes Mittel/Medikament auch (unerwünschte) Nebenwirkungen. Man muss das Beste für den eigenen Hund finden.

Mein Hund ist ein Kurzhaar Collie mit Gendefekt Mdr1-/-, daher bekommt er ausschließlich Zecken/Parasiten Mitteln vom TA (keine Eigenexperimente!). Im Juli wird er 8 Jahre alt: er ist "pumperlgsund", fröhlich und unermüdlich. In seinem Leben hat er 2 vollgesaugte Zecken gehabt, weil ich die Temperatur unterschätzt hatte und ihm das Zeckenmittel noch nicht verabreicht hatte. Insgesamt haben sich nicht mehr als 10-12 Zecken an ihm festgebissen - sind aber gleich gestorben. Die Zecken krabbeln manchmal im Fell herum oder sterben beim Kontakt mit der Haut.

Ich verwende 2 verschiedene Spot on Mittel: Eines hier in Österreich und ein anderes wenn wir nach Süden fahren, das besser geeignet ist die Mittelmeer Parasiten zu bekämpfen.

VG, Anna
ABN
 
Beiträge: 351
Registriert: Do 31. Jan 2013 15:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Gandalf » Do 30. Mai 2019 17:47

Nein, das RICHTIGE Mittel ist nicht gefährlich - die Krankheiten, die Zecken verursachen können schon. Natürlich hat jedes Mittel/Medikament auch (unerwünschte) Nebenwirkungen. Man muss das Beste für den eigenen Hund finden.

Was ich nun im Netz so lese, wieviele Zecken an den Hunden sind und wie viele Hunde tatsächlich eine Krankheit bekommen... da scheint es nicht oft einen Úberträger zu geben.
Ob das nun das Risiko der chem. Zeckenabwehr abwägt?

Ich verwende 2 verschiedene Spot on Mittel: Eines hier in Österreich und ein anderes wenn wir nach Süden fahren, das besser geeignet ist die Mittelmeer Parasiten zu bekämpfen.

Was nimmst du zur Zeckenabwehr wenn du un den Süden fährst?
Gandalf
 
Beiträge: 42
Registriert: Do 2. Mai 2019 18:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon ABN » Di 4. Jun 2019 13:51

Hallo Gandalf,

Ich verwende immer Frontline. Gegen Herzwurm und Mittelmeerparasiten Advocate. Als Herzwurm Profilaxe habe ich auch Milbemax Tabletten probiert (für Mdr1 -/- Hunde zugelassen) mein Hund hat aber mit starkem Erbrechen reagiert.

Ja, wie du sagst es gibt viele Zecken und nicht so viele Hunde erkranken. Bei denen, die erkranken bleiben aber oft gesundheitliche Schaden oder Lähmungen, manche sterben sogar. Für mich Grund genug um meinem Hund zu schützen.

Es ist aber natürlich auch eine Frage der Mentalität: in meinem Leben habe ich immer viel Zeit in der Natur verbracht und habe selber nur eine einzige Zecke gehabt ... hätte eine zu viel sein können, ich bin aber FSME geimpft! :D

Jede muss für sich entscheiden. Ich bin fast täglich mit Denny im Wald und möchte nichts riskieren ;)
VG, Anna
ABN
 
Beiträge: 351
Registriert: Do 31. Jan 2013 15:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon ABN » Di 4. Jun 2019 15:38

Petra-Kid hat geschrieben: [...] Ungeziefer-Halsband "Scalibor"
[...] Unser Wäller Kid (Kreuzung aus Aussie/Briard)
[...] irgendwann reagierte er merkwürdig auf das Band. Als das nach dem nächsten neuen Band noch schlimmer wurde fiel uns auf, dass unser Hund neurologische Ausfallerscheinungen hatte und es vermutlich mit diesem speziellen Band zu tun hatte. Er torkelte, drehte sich im Kreis, schwankte und lag auf dem Boden mitten im Wald

Wurde dein Kid je auf MDR1 Gendefekt getestet? Australian Sheperds sind auch betroffen und deren Mischlinge natürlich auch.
Alle scheinen zu wissen, dass Collies diesen Gendefekt haben könnten (zirka 55% Langhaar- und 68% Kurzhaarcollies), es gibt aber viele andere Hunderassen bei denen er vorkommt!

Collie (Kurzhaar)
Collie (Langhaar)
Longhaired Whippet
Australian Shepherd (Miniature)
Shetland Sheepdog (Sheltie)
Silken Windhound
Australian Shepherd
McNab
Wäller
Weißer Schäferhund
Old English Sheepdog (Bobtail)
English Shepherd
Deutscher Schäferhund
Border Collie
Mischlinge

... und ja, handelt es sich wirklich um einen Defekt? Die Hunde sind ja gesund, dürfen nur Medikamente mit bestimmten Wirkstoffen nicht bekommen. Blue-Merle Hunde sind so beliebt obwohl die Färbung von einem echtem Gendefekt verursacht wird, der auch echte gesundheitliche Probleme verursacht!

VG, Anna
ABN
 
Beiträge: 351
Registriert: Do 31. Jan 2013 15:22

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Fritz » Mi 5. Jun 2019 08:52

Hallo,
Natürlich muß man bei dem MDR1-Defekt, von einem richtigen Defekt und einer krankhaften Veränderung sprechen , wenn dieser bewirkt, dass es eine gefährliche Störung, der so genannten Blut-Hirn-Schranke gibt, die bei allen gesunden Hunden verhindert, dass nicht giftige Substanzen
aus dem Blut ins Gehirn übertreten werden , um dort ihre lebensgefährliche,
oder auch tödliche Wirkung hervorrufen können.
Solche natürlichen Schutzmechanismen finden sich ja nicht nur in den Zellen
zwischen den Blutgefäßen und dem Gehirn,
sondern auch bei anderen Organen, wie Nieren, Leber, Darm, Plazenta oder Hoden.

Auch wenn Hunde mit einem MDR1-Defekt normal leben können,
ist eine Blut-Hirn-Schranke lebenswichtig,
wenn es um die Abwehr bestimmter Gifte geht ,
die unter keinen Umständen in das Gehirn kommen dürfen .

Fritz
Fritz
 
Beiträge: 1790
Registriert: So 31. Jul 2011 20:00
Wohnort: Hamburg

Re: Sind Zeckenmittel vom Tierarzt gefährlich ?

Beitragvon Petra-Kid » Mi 5. Jun 2019 17:53

Hallo Fritz,

danke für den Hinweis, aber unser Kid wurde damals als einer der ersten Hunde darauf getestet.
Ich las zufällig was darüber im Internet und musste meine damalige Tierärztin noch davon überzeugen, dass sie dem Kid Blut abnimmt und es an die damalige Uni einschickte ;) , weil sie von diesem Defekt noch nichts gehört hatte ...
Da gab es übrigens den Test sogar noch kostenlos und nein, unser Wäller hatte nichts mit diesem MDR1-Defekt zu tun. Gottseidank!

Mittlerweile werden die Wäller natürlich alle getestet, weil sie ja eine Kreuzung aus Aussie/Briard sind und den Defekt also haben könnten.

Ich vermutet einfach mal, dass Hunde entweder das Scalibor-Halsband eine Weile problemlos vertragen (wie unser Hund damals), dies sich aber nach und nach im Körper anreichert und irgendwann treten diese Symptome dann auf.

Oder aber (ich glaube das passierte im Jahr 2009?) war die damalige Charge von Scalibor zu stark oder was weiß ich, denn nicht nur uns ging es so, im GH-Forum, wo ich auch Mitglied bin, erging es anderen Hundehaltern mit ihren Hunden genau zu der Zeit auch so :shock:

Liebe Grüße
Petra
Petra-Kid
 
Beiträge: 197
Registriert: Do 15. Jan 2009 19:31

Vorherige

Zurück zu Gesundheit und Ernährung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste