Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Sylon » Fr 14. Sep 2018 09:00

Guten Tag liebe Tierfreunde ,ich hätte da mal eine Frage an Euch ….ich habe mir vor knapp zwei Wochen einen Belgischen Schäferhundborder Colli Mischling in mein zuhause geholt..es ist ein zierliches Mädel sie ist ein halbes Jahr alt und eine ganz süße Maus...Sie ist verspielt neugierig wie alle Welpen oder Junghunde aber ich habe festgestellt das sie auf mich sobald ich mit ihr raus gehe überhaupt nicht mehr reagiert weder auf Zuruf locken mit leckerlie noch auf sonst eine Aktivität auf hochdeutsch ich kann machen was ich will sie kommt nicht oder halt wenn sie möchte...ich habe sie ja noch nicht so lange und erwarte ja auch nicht von einen Welpen das er gleich kommt aber ich denke mir auf lange Sicht gesehen könnte es da schon Probleme geben...habe auch gemerkt das sie Anzeichen von Jaggttrieb hat aber das kann ich noch nicht zu 100% sagen es ist wahrscheinlich nur ihr neu gier und ihr bewegungstrang....möchte keine Fehler mit der Erziehung von ihr machen deshalb hoffe ich das ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben könnt...
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon ABN » Mo 17. Sep 2018 17:30

Du hast eine sehr anspruchsvolle Mischung! Wo war sie bis jetzt? Ist sie erzogen worden? Es ist wichtig, dass du sofort zu Üben anfängst - egal was - solange sie lernt zu cooperieren. Eine energiegeladene Hündin am anfang der Pubertät ... und ein echtes Arbeitstier! Ob sie jetzt Jagd- oder Hütetrieb zeigt ist egal (ist eh fast dasselbe!): du musst unbedingt vermeiden, dass sie unkontrollierte Jagderfahrungen macht. Sie sind nämlich selbstbelohnend und unheimlich schwierig zu korrigieren.
Und wenn du keine Hundeerfahrung hast ist vielleicht besser du besuchst eine Hundeschule. Die gefahr, dass dein Hund ein lebenslang alles hütet was sich bewegt und alles verteidigt was in seiner nähe ist ist leider sehr groß!
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Doberman » Di 18. Sep 2018 14:28

Schon mal was von Hundeschule gehört?

Hast du dich mal ansatzweise mit dem Thema beschäftigt BEVOR du dir den Hund zugelegt hast?
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Fritz » Mi 19. Sep 2018 07:46

Hallo Sylon,
natürlich ist das Trainerin in einem Hundeverein ,oder einer Hundeschuhe hilfreich
bei der Hundeerziehung und ermöglicht sich auch mit Anderen gemeinsam zu treffen.

Wenn dein Hund hungrig ist und Du ihm nur Futter aus deiner Hand beim Training anbietest,
wird er bestimmt Deine volle Aufmerksamkeit suchen.
Hunger ist der Schlüssel zu jedem Wesen , aber auch mit interessanten Spielen wirst Du
die Freundschaft und Bindung zu Deinem Hund verbessern können.
Ich denke ein Belgischen Schäferborder Collie Mischling, ist eigentlich leicht zu erziehen
und sucht einen Hundeführer, der ihm Aufgaben gibt, die er erfüllen kann. :P

Fritz.
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon ABN » Mi 19. Sep 2018 13:48

@Fritz
Ich vermute du hast nie einen Hüte- oder Schäferhund gehabt. Die Gefahrpotential solcher Hunden wird leider oft unterschätzt. Damit meine ich nicht, dass sie leicht zu "Killer" werden sie sind aber hochintelligente arbeitswillige Tiere, die zwar blitzschnell lernen, die aber auch im Stande sind die Fehler oder Unsicherheit des Hundehalters auszunutzen. Ein schlechterzogener Hutehund kann leicht zu Problemhund werden. Die Collieseite kann zu "Alleshüter" werden und die Belgierseite kann zu "Allesschützer" werden.
Mann musste auch wissen ob die Eltern Arbeits- oder Showlinie sind ... und um was für einen Belgier es sich handelt ... Malinois ist wahrscheinlich problematischer...
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Petra-Kid » Mi 19. Sep 2018 17:01

Stimme ABN zu ;)

Ich hatte über 14 Jahre einen Wäller (Kreuzung zwischen Aussie und Briard!)
Keine leichte Mischung, denn er kam vom Aussie direkt von einer Arbeitslinie und wollte immer hüten und arbeiten, ein kleiner "workaholic" sozusagen ...
Und durch die Briards in seinen Vorfahren war der Schutztrieb stark entwickelt. Er war recht territorial veranlagt, nett zu allen Menschen, aber mit entsprechenden Rüden gab es oft Zoff :roll:

Na ja, gejagt hat er zwar nie (es soll jedoch auch jagende Hütehunde geben, munkelt man :lol: ), aber dafür hat er halt gehütet ....

Er benahm sich einerseits wie ein Holzkopp und andererseits war er empfindlich wie eine Mimose :roll:
Da braucht man Geduld, viel Konsequenz und eine gute Hundeschule, die sich mit Hütehunden gut auskennt, denn leicht wird die Erziehung nicht!

Aus diesem Grund haben wir jetzt einen "normalen" Hund, keinen Spezialisten mehr, also weder einen Jagdhund (früher hatten wir einen Cocker und später einen Settermix) und auch keinen "Hüterich" mehr. Unser Mika läuft mit uns über 2 Stunden, aber er MUSS es nicht und fordert es auch nicht ein!
Und er ist verträglich mit jedem Hund, auch mit anderen Rüden :D

Liebe Grüße
Petra
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Fritz » Do 20. Sep 2018 05:26

ABN hat geschrieben:@Fritz
Ich vermute du hast nie einen Hüte- oder Schäferhund gehabt. Die Gefahrpotential solcher Hunden wird leider oft unterschätzt. Damit meine ich nicht, dass sie leicht zu "Killer" werden sie sind aber hochintelligente arbeitswillige Tiere, die zwar blitzschnell lernen, die aber auch im Stande sind die Fehler oder Unsicherheit des Hundehalters auszunutzen. Ein schlechterzogener Hutehund kann leicht zu Problemhund werden. Die Collieseite kann zu "Alleshüter" werden und die Belgierseite kann zu "Allesschützer" werden.
Mann musste auch wissen ob die Eltern Arbeits- oder Showlinie sind ... und um was für einen Belgier es sich handelt ... Malinois ist wahrscheinlich problematischer...


Hallo ABN, ich glaube Angst machen, ist auch nicht gut :!:
Ich habe jetzt auch einen Australian Shepherd Welpen,
wenn Du besonderes Wissen und Erfahrungen zur speziellen Erziehung für Hütehunde hast,
warum schreibst Du nicht darüber und hilfst uns mit unseren Hunden,
bei unserem Bemühen, einer guten Hundeausbildung. :?: :?: :? :?

Auch die ständig wiederholte Empfehlung eine Hundeschule zu besuchen,
ist leider nicht zwingend zielführend, da solche Betriebe doch recht unterschiedlich sind ,
auch hier sollte man schon vorher wissen, worauf es ankommt. :|

Fritz.
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon Usostus » Do 20. Sep 2018 06:13

Fritz...ich würde das jetzt nicht als Angst machen bezeichnen....für mich ist das ein Hinweis, dass bei dieser Mischung besondere Aufmerksamkeit geboten ist.
So schön die einzelnen Rassen auch sind...als Mischung kann das anstrengend werden. Und genau aus dem Grund bin ich mittlerweile der Auffassung, dass ein reinrassiger Hund gerade für Anfänger günstiger ist. Da kann man sich vorher mit den Besonderheiten befassen und sich entsprechend darauf reagieren.
Momentan sind Aussie-Collie-Mischungen der Hit..finde ich persönlich auch nicht so prickelnd. Vom Aussehen sind die schon ansehnlich, aber beim Charakter hätte ich Bauchschmerzen. Da wird der Hüteaspekt vom Collie wieder verstärkt, den man ja beim Züchten vom Collie eher niedrighalten möchte.
Seis drum....auf jeden Fall brauch diese Mischung eine wirklich gute Erziehung und eine verläßliche stabile Bindung zum Herrchen.
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon ABN » Mo 24. Sep 2018 20:46

Petra-Kid hat geschrieben:Na ja, gejagt hat er zwar nie (es soll jedoch auch jagende Hütehunde geben, munkelt man :lol: )

Überraschung! Hütehunde sind in Wirklichkeit Großwildjäger :o

Eine vollständige Jagdsequenz besteht aus:
Orten
Fixieren
Anschleichen
Hetzen
Packen
Töten
Zerreißen
Fressen

Bei Hütehunden wurden alle Sequenzen (durch Zucht) eliminiert/geschwächt außer Fixieren und Anpirschen (siehe zB Border Collie). Bei Treibhunde dagegen (zb Kurzhaar Collie ;) ) sind Hetzen und Packen geblieben.

Ein Treibhund jagt nicht ... er hetzt :lol: d.h. bei Wild AUFPASSEN!! :D
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Re: Belgischen Schäferborder Collie Mischling

Beitragvon ABN » Mo 24. Sep 2018 21:26

Fritz hat geschrieben:Hallo ABN, ich glaube Angst machen, ist auch nicht gut :!:

Warum sprichst du über "Angst machen"?
Fritz hat geschrieben:Ich habe jetzt auch einen Australian Shepherd Welpen,

Dann kennst du sicher die Rassebeschreibung - eigentlich fast dieselbe für alle Hüte-/Treibhunde:
"Er will eine Aufgabe, sonst sucht er sich die Aufgabe selbst." https://www.zooroyal.at/magazin/hunde/h ... eportrait/
Fritz hat geschrieben:wenn Du besonderes Wissen und Erfahrungen zur speziellen Erziehung für Hütehunde hast,warum schreibst Du nicht darüber und hilfst uns mit unseren Hunden,
bei unserem Bemühen, einer guten Hundeausbildung. :?: :?: :? :?

Da ich mit ALLEN Trainer, die ich kennengelernt habe unzufrieden war (in Ö ist Hundetrainer kein anerkannter Beruf, d.h. es sind alle nur selbsternannte Hundetrainer und niemand weiß woher sie ihr Wissen haben) habe ich mir unzählige Bücher von echten Forschern zugelegt und fleißig studiert ...
Natürlich gibt es sicher auch in Ö einige Kompetente Trainer ... aber wie hätte ich sie ausfindig machen können? Und wie sehr hätten die Schlechten die Beziehung zu meinem Hund geschadet?

Fritz hat geschrieben:Auch die ständig wiederholte Empfehlung eine Hundeschule zu besuchen,
ist leider nicht zwingend zielführend, da solche Betriebe doch recht unterschiedlich sind ,
auch hier sollte man schon vorher wissen, worauf es ankommt. :|

Ja, nur von Sylons Fragen ist es ziemlich klar, dass sie keinerlei Erfahrung hat. In einer Hundeschule kann sie ihren Hund sozialisieren - und das in einer Umgebung, die Strukturierter ist als eine Hundewiese. Und eine Hundeschule ist auch Beschäftigung für den Hund. Mit einem Jungen Hüte-/Schäferhund kannst (sollst) du nicht lediglich spazierengehen! Er braucht auch geistige Beschäftigung.
VG, Anna
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