ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

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Beitragvon weimaranerbo » Mo 6. Apr 2015 09:02

Moin, Moin,
meine Freundin möchte ihren Weimaraner vom "Jagen" abhalten, Schleppleine und das übliche haben wir schon durch, klappt auch ganz gut, allerdings reitet sie und von "oben" ist das so eine Sache mit der Schleppleine. Der Hund muß mit...Teletakt-Geräte sind verboten, allerdings hatte Herr Rütter in einer seiner Promi-Sendungen den Einsatz eines Sprühhalsbandes demonstriert. Ein Versuch wäre es wert, denn leider reitet sie im Ried, zur einen Seite eine Schnellstraße zur aneren Seite eine Bahnlinie und in der Mitte Jäger...
Kann mir jemand einen Tip geben, auf was man bei der Anschaffung achten sollte? Wünschenswert ist eine Fernsteuermodus zum Sprühen , evtl. mit Vibration, um die Aufmerksamkeit des Hundes zu erlangen, was bei einem triebstarken Hund wohl eher zwecklos ist. Hat jemand schon mal mit so einem Halsband gearbeitet?
Danke für eure Hilfe,
Weimaranerbo
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon Fritz » Mo 6. Apr 2015 11:41

Was die Benutzung solcher Halsbänder betrifft,
sind hier die Meinungen sehr unterschiedlich,
die Einen halten solche Geräte für die schlimmste Tierquälerei
und glauben Hunde könnten dabei ein Trauma erleiden,
die Anderen freuen sich über diese technischen Entwicklungen auch in der Hundeerziehung.

Ich kenne Jäger, die bevorzugen solche Halsbänder,welche Stromstöße abgeben können,
sogenannte Ferntrainer und haben ihre Hunde
damit auf ihre jagdlichen Prüfungen perfekt vorbereitet.

Welche Wirkungsart ein Ferntrainer-Hunde -Erziehungshalsband
am besten für einen bestimmten Hund haben soll, kann man nicht pauschal sagen,
jeder Hund ist anders und reagiert auch völlig individuell.


http://www.ferntrainer-mieten.de/welche ... ainer.html

Fritz.
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon weimaranerbo » Mo 6. Apr 2015 15:52

Hallo Fritz,
ich kenne die Reizstromgeräte, die tierschutzrechtlich nicht zugelassen sind.
Hier geht es um die "abgemilderte" Form, dem Hund soll kein "Schmerz" zu gefügt werden, sondern man erhofft sich eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, um das Interesse wieder auf den Hundeführer zu lenken, um ihm das "Bleiben" schmackhafter zu machen, als das selbstbelohnende Jagen.
Ich hatte Glück, denn unser Hund war ein Selbstläufer und wir hatten nie solche "Probleme" des Wilderns und das Entfernen vom Hundeführer. Ich kann aber viele verstehen, denn hier steht natürlich auch die artgerechte Haltung im Vordergrund: ein Leben lang an einer Schleppleine zu fristen ist auch nicht erstrebenswert, aber ich möchte meinen Hund auch nicht vor der Flinte eines pflichbewußten Jägers oder unter den Rädern eines Zuges oder Auto wissen. Schwierig...ich habe schon Einsätze erlebt, die dem Hund eine neue Lebensqualität ermöglicht haben, indem er sich ohne Leine frei bewegen konnte, bei dem "richtigen" Einsatz eines Teletakt.
Leider werden diese Geräte immer wieder mißbraucht, um auf Hundeplätzen den Hunde mehr "Feinschliff" zu verpassen, um bessere Prüfungen zu laufen, oder aber der Laie, der total überfordert ist und keine Lust auf Teamwork hat, dann schnallt man dem Hund das Ding dauerhaft um, verdeckt es noch mit einem Tuch und drückt, wenn der Hund nicht sofort Sitz macht, weil sich ein fremder Hund nähert.
Nachdem Herr Rütter diese Methode demonstriert hat, wäre dies noch eine legale Form, um die Hündin kurz wieder "wachzurütteln", bevor sie los startet...
Aber Erfahrungen oder eine gute Beschreibung von solchen Geräten kannst du mir nicht geben? Leider habe ich auch gelesen, daß einige unzuverlässig arbeiten und sich teilweise selbst auslösen, was ja dann sehr kontra produktiv wäre...
Gruß aus dem sonnigen Norden,
Weimaranerbo
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon Sophia » Mo 6. Apr 2015 19:31

:shock: kann ja keiner ahnen, dass so ein Weimaraner zum Jagen neigt...

Ganz ehrlich: Wenn ich meinem Hund nicht ohne Hilfsmittel (und vor allem ohne Leine), noch dazu solche derart künstliche, begreiflich machen kann, dass er bei mir bleiben soll, dann stimmt was grundlegendes in der Beziehung nicht. Und wenn das Tier nicht zu Fuß oder am Fahrrad (was eine schöne Zwischenstufe für die Reitbegleitung ist) hört, dann kann man es einfach noch nicht am Pferd mitnehmen. Schon allein, weil ich auf dem Pferd schnell in kritische Situationen kommen kann, in denen ich nicht noch zusätzlich mit Argusaugen über einen Hund wachen müssen möchte. Und wenn ich dann auch noch hektisch nach der Bedienung für das Sprühding kramen müsste... :?

Ich habe vor einigen Jahren auch noch gedacht, so ein Sprühding nehmen zu müssen. Der Mensch ist zum Glück lernfähig, ich schäme mich für diese Entscheidung. Es hat nichts gebracht. Was aber was gebracht hat: Eine solide Beziehung, in der ich wichtige Entscheidungen treffe - und dazu gehört vor allem, ob wir einem in den Weg hopsenden Wildtier hintersteigen oder nicht. Das klappt auch am Pferd.
Vor allem muss ich aber schnell sein. Es nützt nix, wenn ich warte, dass sich der Hund komplett auf das Wild konzentriert, und dann durchstartet. Das ist eine leichte Nasen-/Ohrenbewegung, ein Veränderung der Körperspannung, die mir rechtzeitig sagt: Da ist was. Und dann kann ich auch angepasst und sanft reagieren. Jeder Jagdausflug ist eigentlich nur die Rüge für den Hundehalter, dass er nicht aufgepasst hat und zu langsam war.
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon weimaranerbo » Di 7. Apr 2015 07:13

hallo Sophia,
ja die Theorie....
ich gebe dir vollkommen recht, daß die Mensch-Hund-Beziehung so austariert sein soll, daß der Hund sozusagen um "Erlaubnis" fragt....leider ist es nicht immer so. Sie ist wirklich sehr lieb, hört extrem gut, allerdings kann sie nicht wiederstehen, wenn ein Hase direkt vor ihr hoch geht. Du knnst noch so gut schauen, von einem entspannten Spaziergang ist hier nicht mehr die Rede. Dieser Hund stammt aus einer nicht jagdlichen Disedenten-Schönheitslinie mit amerikanischer Verbindung....unser Hund stammt aus einer Hochleistungszucht. Wenn er spielt, ist es auch schon passiert, daß er fast auf den Hasen rauf getreten ist, was ihn nicht juckt, also kann man auch hier nicht alle rassetypischen Merkmale in jeden Hund verpacken.
Kannst du beschreiben, wie du es angehen würdest? Vielleicht haben wir hier auch etwas übersehen...
Körperpsannung, Nase, alles liegt in einem Naturell des Hundes, denn er ist ein Nasentier und muß damit arbeiten... ich will sie auch nicht ständig gängeln...klar, wenn sie inne hält und extreme Körperspannung aufweist, kann ich sie rückrufen , aber sollte der Hase direkt vor ihr hoch gehen, dann brennt bei ihr die Sicherung durch. Bei den gemeinsamen Spaziergängen hatten wir das leider schon ein paar mal...sie verfolgt kurz mit Spurlaut und dreht dann ab...
Gruß Weimaranerbo
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon Fritz » Di 7. Apr 2015 10:49

Sophia hat geschrieben::shock: kann ja keiner ahnen, dass so ein Weimaraner zum Jagen neigt...

Ganz ehrlich: Wenn ich meinem Hund nicht ohne Hilfsmittel (und vor allem ohne Leine), noch dazu solche derart künstliche, begreiflich machen kann, dass er bei mir bleiben soll, dann stimmt was grundlegendes in der Beziehung nicht. Und wenn das Tier nicht zu Fuß oder am Fahrrad (was eine schöne Zwischenstufe für die Reitbegleitung ist) hört, dann kann man es einfach noch nicht am Pferd mitnehmen. Schon allein, weil ich auf dem Pferd schnell in kritische Situationen kommen kann, in denen ich nicht noch zusätzlich mit Argusaugen über einen Hund wachen müssen möchte. Und wenn ich dann auch noch hektisch nach der Bedienung für das Sprühding kramen müsste... :?

Ich habe vor einigen Jahren auch noch gedacht, so ein Sprühding nehmen zu müssen. Der Mensch ist zum Glück lernfähig, ich schäme mich für diese Entscheidung. Es hat nichts gebracht. Was aber was gebracht hat: Eine solide Beziehung, in der ich wichtige Entscheidungen treffe - und dazu gehört vor allem, ob wir einem in den Weg hopsenden Wildtier hintersteigen oder nicht. Das klappt auch am Pferd.
Vor allem muss ich aber schnell sein. Es nützt nix, wenn ich warte, dass sich der Hund komplett auf das Wild konzentriert, und dann durchstartet. Das ist eine leichte Nasen-/Ohrenbewegung, ein Veränderung der Körperspannung, die mir rechtzeitig sagt: Da ist was. Und dann kann ich auch angepasst und sanft reagieren. Jeder Jagdausflug ist eigentlich nur die Rüge für den Hundehalter, dass er nicht aufgepasst hat und zu langsam war.


Hallo,
nun kann ich sagen, ich habe noch nie mit so einem Halsband gearbeitet,
aber ich konnte erleben, wie verschiedene Bekannte sehr erfolgreich ihre Hunde mit
so einem Halsband erziehen konnten und auch keine Probleme damit hatten
ihren Hund auch auf große Distanzen zu kontrollieren.

Es geht nicht darum immer und ewig so ein Gerät mit sich zuführen,
sondern nur während einer Zeit der Ausbildung von dieser Möglichkeit
Gebrauch zu machen, wenn der Hund seine Kommandos sicher beherrscht,
sollte es dann auch ohne dieses Hilfsmittel gehen.

Manchmal bin ich auch der Versuchung nahe ,es auch mal zu versuchen
und meiner Hündin mit so einem Erziehungshalsband noch den letzten
erzieherischen Schliff zu geben.
Auch meine Hündin kann ich in bestimmten Situationen,
in einiger Distanz nicht mehr kontrollieren und sie zur Ordnung rufen.

Es ist aber so, je besser sich ein Hund auch ohne Leine kontrollieren läßt,
um so mehr Freiheiten kann man ihm geben. :roll: :roll:

Fritz.
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon IngaE » Di 7. Apr 2015 16:51

Hy Ihr Lieben,

mal Hand auf Herz, welcher Hund könnte schon bei dem direkten Hochspringen vor seiner Nase - sich Kontrollieren. Impulzkontrolle ausüben. DAS ist schon sehr Hohe Kunst des Gehorsams - alt genannt der Unterordnung. :D :P

Klar möchte man gerne "so einfach" einen Knopf drücken, ABER wo ist das Ding, bis evlt. gefunden ist der Hund schon aus dem Einzugsbereich des Empfängers raus. Lange lange abtranieren der Hilfsgeräte ist von nöten. Atrappe genannt. Ist es einfacher???

Da bin ich lieber ein "Wattebausch-Schmeißer" versuche mich im lesen der Körperspache. Übungen div. Art Antijagdtraining. Superrückruf... Wird sehr lange aufgebaut, damit der Hund garnicht anders kann als Reflexartig umzudrehen. Dauert - lohnt sich aber auf alle Fälle...

Klar könnte es sein - das evtl. schnellere Efekte mit Geräte erzielt werden können. Vor Schreck... ABER hat der Hund es wirklich verstanden - Nein, er kann seine Impulse nicht kontrollieren!

Sehr Interessand sind hierzu:

Antijagdtraining und Impulzkontrolle von Ariane Ullrich

Auch sehr empfehlendswert Ihre Seminare dazu. Ich habe ein Seminar: Impulzkontrolle besucht und sehr viel mitgenommen. Eine Praktische Übung wahr mit Hasendummy .... coll und wirkt klar echt...

Und wir dürften nicht vergessen - Jagen wird immer Ihre Leidenschaft bleiben. Bitten wir Ihnen doch mit uns bessere Alternativen an! Das festigt auf alle Fälle die Bindung-Beziehung oder wie man es auch nenne möchte :P ;)

In diesem Sinne - Happy Training

Es grüßen

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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon Sophia » Di 7. Apr 2015 21:56

IngaE hat geschrieben:Hy Ihr Lieben,

mal Hand auf Herz, welcher Hund könnte schon bei dem direkten Hochspringen vor seiner Nase - sich Kontrollieren. Impulzkontrolle ausüben. DAS ist schon sehr Hohe Kunst des Gehorsams - alt genannt der Unterordnung. :D :P

Klar möchte man gerne "so einfach" einen Knopf drücken, ABER wo ist das Ding, bis evlt. gefunden ist der Hund schon aus dem Einzugsbereich des Empfängers raus. Lange lange abtranieren der Hilfsgeräte ist von nöten. Atrappe genannt. Ist es einfacher???

Da bin ich lieber ein "Wattebausch-Schmeißer" versuche mich im lesen der Körperspache. Übungen div. Art Antijagdtraining. Superrückruf... Wird sehr lange aufgebaut, damit der Hund garnicht anders kann als Reflexartig umzudrehen. Dauert - lohnt sich aber auf alle Fälle...

Klar könnte es sein - das evtl. schnellere Efekte mit Geräte erzielt werden können. Vor Schreck... ABER hat der Hund es wirklich verstanden - Nein, er kann seine Impulse nicht kontrollieren!

Sehr Interessand sind hierzu:

Antijagdtraining und Impulzkontrolle von Ariane Ullrich

Auch sehr empfehlendswert Ihre Seminare dazu. Ich habe ein Seminar: Impulzkontrolle besucht und sehr viel mitgenommen. Eine Praktische Übung wahr mit Hasendummy .... coll und wirkt klar echt...

Und wir dürften nicht vergessen - Jagen wird immer Ihre Leidenschaft bleiben. Bitten wir Ihnen doch mit uns bessere Alternativen an! Das festigt auf alle Fälle die Bindung-Beziehung oder wie man es auch nenne möchte :P ;)


Das ist eben auch ein Punkt - der Hund weiß ganz genau, ob er so ein Halsband umhängen hat oder nicht...

Ich lebe mit meinem Hund nach der "Methode" von Anita Balser zusammen. Zumindest weitgehend ;) Könnte sicher ab und an noch etwas strenger sein, aber so pedantisch bin ich dann auch nicht. Die grundlegenden Sachen müssen stimmen - wie die Kontrolle am Wild.
Konkrekt sieht das bei uns so aus: Ich (auch wenn die "Führertheorie" bei vielen verpönt ist) bin in einer Welt, in der es für meinen Hund viele unnatürliche Einflüsse (Autos, Straßen, Zäune, Nichthundeliebhaber mit Hang zum Giftköderlegen... :? ) gibt, absolut für ihn verantwortlich, möchte ihm aber auch größtmögliche Freiheit gewähren. D.h. dass ich ihn generell, aber vor allem auch in brenzligen Situationen gerne stoppen können möchte. Das mache ich (wie Hunde untereinander) dadurch, dass ich Raum zuteile bzw. einnehme. Das fängt ganz entspannt damit an, dass ich beim Spaziergang, egal ob mit oder ohne Leine, dem Hund mitteile, dass ich nicht möchte, dass er mich überholt. Denn ich brauche in einer "energiegeladenen" Situation nicht mit etwas anfangen, was in Ruhe nicht klappt. Und die Strategie ist: Je eher ich einwirke, desto ruhiger ist mein Hund (noch), desto sanfter ist meine Einwirkung, desto entspannter ist unsere gesamte Kommunikation und unsere Beziehung.
Die Kommunikation läuft dabei über Stufen, denen Farben zugordnet sind (Ampelsystem), grün = Anordnung (im Beispiel den-Hund-nicht-überholen-lassen: ich erhöhe leicht meine Körperspannung und drehe meinen Körper minimal auf meinen Hund zu - bei einem sensiblen (oder sensibilisierten ;) ) Hund reicht das schon für eine Reaktion - und wenn es erstmal nur ein Drehen der Ohren ist). gelb = mein Körperspannung wird noch größer, meine Körpersprache deutlicher einschränkend, und ich gebe einen Laut von mir (bei Hunden wäre das quasi das Knurren), das kann ein (leises) Zischen sein, das kann ein (leises) "eeeeey" sein. rot = gelb+eine Berührung des Hundes, die an der Schulter oder Brust ansetzt. Die Intensität aller Stufen richtet sich immer nach der Erregungslage des Hundes. So viel wie nötig, so sanft wie möglich. Wenn eine Stufe nicht reicht, kommt die nächste. Und nach rot immer nur rot - und nicht ein entnervtes Rumgezeter, Geschrei, oder schlimmeres...
Grundlegend ist erstmal das Ziel, dass der Hund bei mir bleibt. D.h. ein Radius von 2-3 m, später 5 nicht überschritten wird. Um zur Not auf längere Distanzen mit rot einwirken zu können, knülle ich meine Leine zusammen und werfe sie OHNE den Hund zu treffen vor seine Füße. Das Ideal ist es, die gesamte Kommunikation auf Stufe grün abzuwickeln.

Dann spielt auch die eigene Körperspannung während des gesamten Spaziergangs eine Rolle - wenn ich die ganze Zeit wie ein Flitzebogen gespannt das Gelände nach Wild absuche, heißt das für meinen Hund nichts anderes als "eeeeeh - wir gehen auf Jagd!". Es ist nicht einfach, die Gratwanderung zwischen Entspannung und Aufmerksamkeit zu schaffen. Macht aber einen Riesenunterschied. Wo ich vor vier Jahren noch hektisch die Leine rausgezerrt und den Hund rangerufen hätte, reicht jetzt ein leises "Lass die in Ruhe" - und der Keks ist gegessen. Und wenn der Hund so jagdfest ist, lass ich meinen Hund auch seinen Jagdtrieb wieder ein Stück ausleben, indem sie zB Spuren (in meiner Nähe) verfolgen darf - ohne dass sie mich an der Leine hinterherschleppt. Oder Krater in die Wiesen schlagen :shock:
Mit der Zeit fährt der Hund dann auch nicht mehr so hoch. Meine Püppi ist nach wie vor an Wild interessiert. Aber deswegen passiert - wenn ich zeitig genug einschreite - bei einem uns in den Weg hopsenden Hasen oder Reh auch nicht mehr als ein Ohrenspitzen und etwas Aufbau von Körperspannung.

Ich kann Anita absolut empfehlen. Weil sie nicht an Problemen rumdoktort, sondern die gesamte Kommunikation so aufbaut, dass die Probleme mehr oder weniger automatisch verschwinden. Und was neben einem folgsamen, entspannten Hund eigentlich das schönste Gefühl ist: Wenn man merkt, dass der Hund merkt, dass er verstanden wird. Und man auch mitbekommt, wie - und je nach Hundetyp wie FEIN - er "antwortet". Wunderschön :mrgreen:
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon Chihuahuamix » Do 16. Apr 2015 09:52

Nur mal ein kleiner Tipp am Rande. Es gibt spezielle Reiter mit Hund Kurse z.B. bei der Vereinigung der Freizeitreiter und Fahrer in Deutschland VFD. Und wer die ganz hohe Schule haben will, beim Westernreiten gibt es die Disziplin 'Horse and Dog Trail'. Das ist besser als Lassie und Black Beauty zusammen.;-) Auf YouTube gibt es da ein paar schöne Filmchen. Einfach mal googeln.
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Re: ferngesteuertes Hundesprüh-Halsband

Beitragvon pauloltmanns » Mo 6. Feb 2017 21:49

Hier habe ich für dich gute Anti Bell Halsbänder gefunden. Eine freundin von mir hatte eins von PetTec und hat sehr gute erfahrungen damit gemacht
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