Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon Gudrun » Di 13. Jan 2015 07:50

Danke, Jan!

Das ist auch eine gute Idee. Wie ja auch die Gemüse-Menü-Babynahrung ganz hervorragend schon für ganz kleine Welpen ist. Nehme ich immer in der Zeit mit dazu, wenn die erste feste Nahrung sinnvoll ist.

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Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon Jan » Mo 13. Feb 2017 07:43

nicola1234 hat geschrieben: Getreidefreies Futter gewährleistet eine gesunde Verdauung mit großen Mengen an Fisch und Fleisch.

Die Bezeichnung "getreidefrei "bedeutet nicht, das ein Trockenfutter keine Kohlenhydrate , weniger Stärke oder nur ein Gramm mehr Fleisch enthält, als jedes andere Trockenfutter.

Auch wenn die Hersteller ihre Tiernahrung als "getreidefrei" vermarkten, enthalten sie trotzdem fast alle 45-55 % Kohlenhydrate.

Wenn Futtermittelhersteller auf Getreide als Kohlenhydratquelle verzichten, setzen sie alternativ Erbsenfasern, Erbsen, rote Linsen,grüne Linsen Tapiokastärke/ Kartoffelstärke ( pflanzliches Verdickungmittel) oder Kartoffeln ein .

Ich bezweifle sehr stark den tatsächlichen Nährwert dieser alternativen Kohlenhydratlieferanten, zumal Hülsenfrüchte wie Erbsen zu der sogenannten Pflanzengruppe Leguminosen gehört-schwerverdauliche Kohlenhydrate .

Erbsenprotein im Trockenfutter
https://www.tier-themen.de/futter-abc/erbsen/
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Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon pauloltmanns » Do 9. Mär 2017 15:16

Hallo
ich kann dir nur getreidefreies Hundefutter empfehlen, denn die Darmflora der Hunde ist einfach nicht für Getreide ausgelegt. Dann kann es zu Reizen z.B. am Bauch kommen. Oft wird hier fehlerhaft der Tierartzt aufgesucht, wobei eine Futterumstellung schon gereicht hätte.

Gruß Paul
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Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon Jan » Fr 10. Mär 2017 14:24

pauloltmanns hat geschrieben:Hallo
ich kann dir nur getreidefreies Hundefutter empfehlen, denn die Darmflora der Hunde ist einfach nicht für Getreide ausgelegt. Dann kann es zu Reizen z.B. am Bauch kommen. Oft wird hier fehlerhaft der Tierartzt aufgesucht, wobei eine Futterumstellung schon gereicht hätte.

Gruß Paul



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Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon pauloltmanns » Sa 11. Mär 2017 23:11

Jan hat geschrieben:
pauloltmanns hat geschrieben:Hallo
ich kann dir nur getreidefreies Hundefutter empfehlen, denn die Darmflora der Hunde ist einfach nicht für Getreide ausgelegt. Dann kann es zu Reizen z.B. am Bauch kommen. Oft wird hier fehlerhaft der Tierartzt aufgesucht, wobei eine Futterumstellung schon gereicht hätte.

Gruß Paul



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Hallo Jan,

vielleicht könntest du mir ja auch mal meinen Fehler erklären und nicht nur einen dummen Kommentar abgeben :shock:

Gruß
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Re: Hundefutter-getreidefrei um jeden Preis??

Beitragvon Jan » Mo 13. Mär 2017 06:48

Diese Ablehnung von Getreide ( Kohlenhydrate) ist eine reine Modeerscheinung.

Das Getreide für Hunde schädlich sein soll, ist ein populäres Gerücht, welches jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund entbehrt.

Hunde können Kohlenhydrate sprich Getreide hervorragend verdauen, eine Folge ihrer jahrtausendalten Domestikation und Selektion auf Genügsamkeit.

Sie benötigen keinen Luxuskonsum an Fleisch.

Fleisch war früher Mangelware und kam nur selten auf den Mittagstisch.

Um überhaupt überleben zu können, musste sich der Hund an die zur Verfügung stehende überwiegend pflanzliche Ernährung des Menschen anpassen. Das ist ein Teil der Evolution.

Die Hunde, die das nicht konnten, haben schlichtundergreifend nicht überlebt! Und dieser Vorgang geschah weltweit.

Gezüchtet hat früher die Natur und nicht der Züchter und es galt das Prinzip survival of the fittest übersetzt: das Überleben der bestangepassten Individuen.

Fazit :Traditionell wurden Hunde über Jahrhunderte mit Getreide, speziell mit Futterschrot gefüttert, und das in großen Mengen.
Die Verdaulichkeit von Getreide ist für den Hund sehr hoch.

Ernährung der Jagdhunde im 17.-19. Jahrhundert .

Als Futtermittel wurden hauptsächlich Getreide, insbesondere Roggen und Hafer, verwendet.
Diese wurden als Brot oder Schrot verfüttert und oft auch mit Wasser oder Brühe oder Schrot verfüttert .Ferner erhielten die Hunde Fleisch, Innereien und Knochen. Andere Futtermittel wie Gemüse und Kartoffeln etc. spielten nur eine untergeordnete Rolle.



http://elib.tiho-hannover.de/dissertati ... ller-s.pdf

Unter den pflanzlichen Eiweißen/Proteine erreichen die im Getreide vorkommenden Kleber die höchste Verdaulichkeit.


Reis aufgeschlossen (gekocht) = 100%

Mais aufgeschlossen (gekocht) = 99%


Weizen aufgeschlossen(gekocht) = 99 %

Quelle: Ernährung des Hundes
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