Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Fritz » Do 29. Jan 2015 18:42

Hallo Mustlovedogs,
natürlich gehören Menschen, die auf eine Unterstützung angewiesen sind
manchmal auch zu den Schwächsten aus unserer Gesellschaft,
aber es kann morgen auch Dich treffen Mustlovedogs,
niemand ist sicher auch einmal in diese Situation zu kommen.

Jede Gemeinde und jede Stadt hat seine eigenen Hundebestimmungen.
In Hamburg gibt es einen generellen Leinenzwang, der besonders auch für Grünflächen,
Wald und Uferbereiche gilt,viele Bereiche sind noch unter Naturschutz gestellt.
Wer seinen Hund frei laufen lassen möchte,
muß mit seinem Hund eine Prüfung machen,
dann kann der Hund an Straßen oder auf Plätzen frei laufen.
Sonst gibt es nur verschiedene Hundeauslaufflächen
in unterschiedlich guter Eignung und Größe,
auf denen, je nach Tageszeit mehr oder Weniger viele Hunde aufeinander treffen.

Ich denke so, oder ähnlich ist es heute überall geregelt,
formal nützt es auch nichts, wenn man den Standort wechselt,
die Situation ist überall die Gleiche.
Eigentlich bleibt da nur, sich einfach über die Verbote hinwegsetzen,
den Hund im Wald freizugeben und eine Strafe zu riskieren. :| :?

Fritz.
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Gudrun » Do 29. Jan 2015 19:00

Hallo Fritz,

das kann sich aber auch nicht jeder leisten, sich über Verbote hinwegsetzen. Ich kann mich daran erinnern, dass kurz vor meinem Umzug in den Harz im Süden von Düsseldorf, wo ich vorher wohnte, eine alte Dame mit minimaler Witwenrente plötzlich 200 DM Strafe zahlen musste, weil sie ihren alten Rehpinscher abgeleint auf einem Parkweg hinter sich her dackeln ließ auf dem Rückweg vom Einkaufen, zwei Taschen in jeder Hand. Den Kleinen hatte ihr Mann noch angeschafft. Das Hündchen war das Liebste, was ihr blieb und auch schon 14 Jahre alt. Dann so eine Katastrophe!

Ich denke, alle Hundler müssten mehr zusammenhalten und politisch aktiver werden, um solchem Blödsinn entgegenzuwirken.

VG Gudrun
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon lico » Do 29. Jan 2015 19:43

ich habe ja hier schon mal geantwortet und finde freilauf auch unbedingt wichtig, aber man muss auch abstriche machen, mein corlie(und alle hunde vorher( läuft immer ohne leine, wie gesagt, das ist mit jäger ausgemacht und ich bin auch nicht auf ausgewiesenen wanderwegen, weil das ist es verboten.

nur ich habe jetzt billie und billie sieht auf einem auge garnichts und auf dem anderen recht schlecht, ich denke im sommer bekomme ich das mal hin, das wir nur auf hören machen, jetzt traure ich mich nur, wenn corlie auch an leine ist und ich lasse sie gemeinsam rennen und übe schon mal mit rufen und so, aber das wird schon, finde aber billie ist glücklich auch ohne freilauf in dem sinne, ohne leine :roll:

und zu dem alten hundis, mein mam ist ja im altenheim und es wurde vor einer zeit, eine frau gebracht, die noch nicht so dement war, sie hat drauf bestanden ohne ihren hund (16 jahre) geht sie nirgendhin, der kleine durfte mit ins altenheim und haben die frau mit hund begleitet, irgendwann ist sie leider doch in diese vergessenheit gerutscht und dann ging es auch im altenheim nicht mehr, wobei der hund nicht viel laufen wollte, aber sie konnte sich dann auch nicht mehr mit ihm beschäftigen, gott sei dank hat ihn jetzt der sohn genommen, aber da liegt er auch nur viel und schläft, er mag eigentlich keinen freilauf, er mag eigentlich nur noch körbchen, rausgehen, pinkeln und haufen machen und wieder einkuscheln.

aber er ist gesund und halt nur alt.

fazit, nicht alle brauchen grossen freilauf, manche mögen es garnicht mehr.

nur mit"jüngeren hunden" man sollte unbedingt tun, weil das ist ein bisserl freiheit fuer hund, die sie so geniessen !!!

gruessli

coralie, sie es toll findet das sie immer machen kann was sie will, dafür ist sie auch immer da, sobald ich sie rufe(meine tolle maus)
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Mustlovedogs » Do 29. Jan 2015 20:12

Fritz hat geschrieben:Hallo Mustlovedogs,
natürlich gehören Menschen, die auf eine Unterstützung angewiesen sind
manchmal auch zu den Schwächsten aus unserer Gesellschaft,
aber es kann morgen auch Dich treffen Mustlovedogs,
niemand ist sicher auch einmal in diese Situation zu kommen.

Jede Gemeinde und jede Stadt hat seine eigenen Hundebestimmungen.
In Hamburg gibt es einen generellen Leinenzwang, der besonders auch für Grünflächen,
Wald und Uferbereiche gilt,viele Bereiche sind noch unter Naturschutz gestellt.
Wer seinen Hund frei laufen lassen möchte,
muß mit seinem Hund eine Prüfung machen,
dann kann der Hund an Straßen oder auf Plätzen frei laufen.
Sonst gibt es nur verschiedene Hundeauslaufflächen
in unterschiedlich guter Eignung und Größe,
auf denen, je nach Tageszeit mehr oder Weniger viele Hunde aufeinander treffen.

Ich denke so, oder ähnlich ist es heute überall geregelt,
formal nützt es auch nichts, wenn man den Standort wechselt,
die Situation ist überall die Gleiche.
Eigentlich bleibt da nur, sich einfach über die Verbote hinwegsetzen,
den Hund im Wald freizugeben und eine Strafe zu riskieren. :| :?

Fritz.


Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Du gehtst auf mein Argument: "Einige Hundebesitzer (völlig egal ob reich oder arm) sind schlichtweg zu faul, bequem oder desinteressiert ihrem Hund "Freigang" zu gewähren" nicht ein. Es gibt (fast) überall die Möglichkeit, ein Gelände (sei es eine entsprechende Freilauffläche der Stadt oder eben Feld/Wald) in etwa 30 Min. per Auto/Straßenbahn/Fahrrad/Fuß zu erreichen. Und Freilauf ist nicht überall unter Strafe gestellt, das ist einfach falsch. Laut der Gefahrenabwehrverordnung meiner Verbands-Gemeinde ist der Hund im Ort an der Leine zu führen und außerhalb der Ortschaft nur dann anzuleinen, wenn sich Personen nähern! Originalton der Verordnung.
Freilauf ist artgerechte Hundehaltung. Nicht ständig und zu jeder Zeit und an jedem Ort. Aber wer seinem Hund gar keinen Freilauf gewähren kann oder will, der sollte meiner Meinung nach von der Hundehaltung absehen. (Von schwer verhaltsengestörten, unkontrollierbaren und/oder kranken Tieren mal abgesehen). Aber sich einen (jungen) Hund anzuschaffen und diesen dann die nächsten 15 Jahre ausschließlich an der Leine zu führen, dass grenzt meiner Meinung nach an Tierquälerei. Es würde sich ja (hoffentlich) auch niemand ein Pferd in einen Reihenhausgarten stellen und meinen, damit wäre es gut. Tierliebe bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Also auf die Bedürfnisse und Anforderungen soweit wie möglich (100% gibt es nun mal nicht) einzugehen. Wer schon die Grundbedürfnisse kaum erfüllen kann oder will, sollte - wenn er Tiere wirklich mag - von der Haltung Abstand nehmen.
Es gibt noch einige Tierarten außer Hund, an denen ich Spaß hätte. Aber ich habe für die meisten weder Platz, Zeit, Geld und auch zu wenig Ahnung, um diese artgerecht (!) halten zu können. Also laß ich es bleiben. Ebenso verzichte ich auf die Anschaffung von 2 Deutschen Doggen - obwohl die mir prinzipiell gut gefallen würden. Aber ich bin nicht in der Lage (weder räumlich noch finanziell) diesen Hunden gerecht zu werden - also habe ich "nur" 2 wesentlich kleinere Hunde.
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon lico » Do 29. Jan 2015 20:59

naja, man kann es auch übertreiben.......

es gibt hunde, z.b. viele die sich welche aus ausland holen, die hatten so einen freilauf, das sie meisstens dabei geschlagen, verscheucht und sonstwas geschehen war, es gibt manche von ihnen die kannst halt hier nur an leine laufen lassen (es gibt übrigens ewig lange schleppleinen) und sie sind auch glücklich, man sollte das nicht unterschätzen, es gibt sehr glückliche hunde die nur an leine laufen, weil besitzer viel mit ihnen machen und sie zu hause jederzeit ohne leine machen können.

klar, bekomme scheinbar antwort, woher willst wissen das sie glücklich sind, weil ich viele von diesen doch ausgeglichenen hunden kenne, die auch sehr freundlich, lustig und feudig an leine sind, das ist viel arbeit fuer die wo sie spielen, mit dem leinen verfangen, aber sie mögen und ist toll.

ich bin gott sei dank in der lage, meinen hunden freilauf zu erlauben, lange und so oft sie wollen, billie halt auch noch nicht, aber der ist auch happy
aber ich bin auch berufstätig und meine hunde haben tagsüber haus und garten, aber sind alleine.
andere haben aber viel zeit, können mit ihren den ganzen tag rennen, machen tun,
weiss nicht wo es da wirklich besser ist.

und ehrlich gerade bei alten leuten, lasst ihnen die hundis und glaubt mir die sind glücklicher bei ihren besitzern ohne freilauf, wie manche die meinen, meine dürfen rennen

meine meinung, weil manchmal wenn man leute mit hunden kennelernt die vielleicht klein wohnen, aber viel liebe fuer hund haben, dann lieber ohne freilauf, ehrlich, ich kann da ohne weiteres umdenken.

und nein, ich würde da keine hundehaltung verbieten, weil sonst gibt es nur noch hunde im tierheim, mit scheinbar dann massig freilauf :oops:

elo
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Fritz » Sa 31. Jan 2015 00:34

Mustlovedogs hat geschrieben:Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Du gehtst auf mein Argument: "Einige Hundebesitzer (völlig egal ob reich oder arm) sind bschlichtweg zu faul,equem oder desinteressiert ihrem Hund "Freigang" zu gewähren" nicht ein. Es gibt (fast) überall die Möglichkeit, ein Gelände (sei es eine entsprechende Freilauffläche der Stadt oder eben Feld/Wald) in etwa 30 Min. per Auto/Straßenbahn/Fahrrad/Fuß zu erreichen. Und Freilauf ist nicht überall unter Strafe gestellt, das ist einfach falsch. Laut der Gefahrenabwehrverordnung meiner Verbands-Gemeinde ist der Hund im Ort an der Leine zu führen und außerhalb der Ortschaft nur dann anzuleinen, wenn sich Personen nähern! Originalton der Verordnung.
Freilauf ist artgerechte Hundehaltung. Nicht ständig und zu jeder Zeit und an jedem Ort. Aber wer seinem Hund gar keinen Freilauf gewähren kann oder will, der sollte meiner Meinung nach von der Hundehaltung absehen. (Von schwer verhaltsengestörten, unkontrollierbaren und/oder kranken Tieren mal abgesehen). Aber sich einen (jungen) Hund anzuschaffen und diesen dann die nächsten 15 Jahre ausschließlich an der Leine zu führen, dass grenzt meiner Meinung nach an Tierquälerei. Wer schon die Grundbedürfnisse kaum erfüllen kann oder will, sollte - wenn er Tiere wirklich mag - von der Haltung Abstand nehmen..



Hallo,
leider ist es so wie ich es berichtet habe,
in vielen deutschen Ländern und Gemeinden gibt es den Leinenzwang für Hunde. :cry:
Die Gefahrenabwehrverordnung Deiner Verbands-Gemeinde
ist da wohl noch eine humane Ausnahme. :P

Es ist auch bei vielen Hunden nicht möglich sie frei laufen zulassen
und dieses gilt nicht nur für verhaltensgestörte Tiere, von denen es auch genügend gibt.
ZB., unter Hunderassen wie dem Beagle und anderen dieser Laufhunderassen
sind immer wieder Exemplare, deren Jagdtrieb nicht kontrolliert werden kann. :?

Allerdings gebe ich Dir natürlich recht,
wenn Du für einen regelmäßigen Freilauf aller Hunde plädierst , :idea:
aber leider gibt es viele Gründe, warum dieses manchmal nicht möglich ist
und leider auch durch den Leinenzwang in Ländern und Gemeinden. :roll: :roll: :roll:

Ohne Zweifel gibt es immer wieder auch Hundehalter,
die ihre Hunde nicht Artgerecht halten,
manchmal weil sie es nicht besser wissen,
oder können, aber bestimmt auch solche,
die zu faul,equem oder desinteressiert sind. :evil:


http://www.hamburg.de/anleinpflicht/

http://www.houndsandpeople.com/de/magaz ... ersachsen/

Fritz.
Fritz
 
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon miwok » Mo 2. Feb 2015 09:52

@Mustlovedogs
Ich finde, du machst es dir mit deiner Verurteilung schon recht einfach.
z.B. jetzt in der "dunklen Jahreszeit" und wenn man berufstätig ist, kann man nicht einfach so mal abends mit dem Hund auf die Felder oder in den Wald fahren, um ihm einen Auslauf zu gönnen.


an alle:
Bei uns im Dorf gibt es nun seit diesem Jahr auch eine Anleinpflicht, mit der Begründung, dass es Menschen gibt, die sich durch einen Hund "belästigt" fühlen oder Angst vor ihm haben.

Belästigungen müssen natürlich nicht sein, das ist nun wieder eine reine Erziehungssache.

Allerdings was die Angst angeht, wird heutzutage gar nicht mehr zwischen Furcht und Angst unterschieden. Man merkt deutlich, wenn jemand Angst hat, der "bittet" darum, den Hund anzuleinen (dem kommt man dann auch gerne und schnell nach), wogegen Menschen die nur mit einer "Furcht" zu kämpfen haben, die Bitte im "Befehlston" angeben und sehr verhement darauf bestehen, dass sie ausgeführt wird. Die Furcht ist nun aber oft damit zu begründen, dass sie einen Hund nicht einschätzen können bzw. durch die Medien ein falsches Bild der Hunde haben. Diese Menschen sehen auch nichts ein, ihnen geht es nicht darum, dass der Hund evtl. bei Fuß läuft und mit der Konzentration ganz bei Herrchen/Frauchen ist.

Dagegen meine ich, Menschen, die wirkliche Angst empfinden, sollten auch etwas gegen diese Angst tun und nicht dem Hundehalter nur mit Einschränkungen belegen. Gegen jede Phobie kann man etwas tun, egal um welche Tierart/Dinge es geht, man sollte man sich helfen lassen. Zumindest soweit, dass der andere sich nicht unbedingt einschränken muss und der Angst-habende damit leben kann.

Ein weiteres Problem sehe ich allerdings auch in den Hundeausläufen, die es wohl in jeder größeren Stadt gibt. Da werden die Hunde auf einen (oder mehrere) Plätze "separiert" und verschwinden fast ganz im Stadtbild und der Hund wird dem Menschen total entfremdet. Man kennt die Bewegungen und das Verhalten der Hunde nicht mehr und ein Nicht-Hundehalter kann schon gar nichts mehr einschätzen.

Richtig spielen (mit anderen Hunden) und rennen können finde ich ein absolutes "muss" für einen Hund, um ausgeglichen sein zu können (hilft ja auch viel bei evtl. Stressabbau). Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Hunde, die nur an der Leine bleiben müssen (die meisten Halter wünschen ja auch keinen Kontakt mit anderen Hunden, solange der eigene an der Leine ist), zu Hause nicht "auffällig" sind.

BaWü hat hier auch ein "Einsehen" mit den Listenhunden, sobald ein Wesenstest erfolgeich bestanden ist, ist der Hund gleich (sobald alles schriftlich vorliegt) vom Maukorb befreit und wenn man möchte, kann man auch eine Leinenbefreiung beantragen.

Ein weiteres Problem ist oft, dass Kleinhundehalter Angst um ihren Hund haben, wenn sie einem großen Hund begegnen und viele große Hunde gar nicht mit Kleinen sozialisiert wurden bzw. die Kleinen recht respektlos gegenüber anderen Hunden sind (Erziehungssache/Sozialisierung allgemien). Das läßt sich ein großer Hund natürlich auch nicht gefallen (muss er auch nicht, wie ich meine). Er wird den Kleinen eigentlich nur zurecht weisen (wenn er denn richtig sozialiesiert wurde), was aber für den Kleinundehalter recht "gefährlich" aussieht (weil er meist kein "richtiges" oder normales Hundeverhalten kennt und natürlich oft der kleine Hund nur ein "kleinr Happen" für den Großen erscheint)

Seit ich mit einem großen und einem kleinen Hund unterwegs bin, habe ich damit keine Probleme mehr, bin ich aber mit dem Großen alleine unterwegs, haben die Kleinhundebesitzer wieder "Angst"
Die Kleinen gibt es aber vermehrt in der Stadt
miwok
 

Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Mustlovedogs » Mo 2. Feb 2015 14:32

miwok hat geschrieben:@Mustlovedogs
Ich finde, du machst es dir mit deiner Verurteilung schon recht einfach.
z.B. jetzt in der "dunklen Jahreszeit" und wenn man berufstätig ist, kann man nicht einfach so mal abends mit dem Hund auf die Felder oder in den Wald fahren, um ihm einen Auslauf zu gönnen.


an alle:
Bei uns im Dorf gibt es nun seit diesem Jahr auch eine Anleinpflicht, mit der Begründung, dass es Menschen gibt, die sich durch einen Hund "belästigt" fühlen oder Angst vor ihm haben.

Belästigungen müssen natürlich nicht sein, das ist nun wieder eine reine Erziehungssache.

Allerdings was die Angst angeht, wird heutzutage gar nicht mehr zwischen Furcht und Angst unterschieden. Man merkt deutlich, wenn jemand Angst hat, der "bittet" darum, den Hund anzuleinen (dem kommt man dann auch gerne und schnell nach), wogegen Menschen die nur mit einer "Furcht" zu kämpfen haben, die Bitte im "Befehlston" angeben und sehr verhement darauf bestehen, dass sie ausgeführt wird. Die Furcht ist nun aber oft damit zu begründen, dass sie einen Hund nicht einschätzen können bzw. durch die Medien ein falsches Bild der Hunde haben. Diese Menschen sehen auch nichts ein, ihnen geht es nicht darum, dass der Hund evtl. bei Fuß läuft und mit der Konzentration ganz bei Herrchen/Frauchen ist.

Dagegen meine ich, Menschen, die wirkliche Angst empfinden, sollten auch etwas gegen diese Angst tun und nicht dem Hundehalter nur mit Einschränkungen belegen. Gegen jede Phobie kann man etwas tun, egal um welche Tierart/Dinge es geht, man sollte man sich helfen lassen. Zumindest soweit, dass der andere sich nicht unbedingt einschränken muss und der Angst-habende damit leben kann.

Ein weiteres Problem sehe ich allerdings auch in den Hundeausläufen, die es wohl in jeder größeren Stadt gibt. Da werden die Hunde auf einen (oder mehrere) Plätze "separiert" und verschwinden fast ganz im Stadtbild und der Hund wird dem Menschen total entfremdet. Man kennt die Bewegungen und das Verhalten der Hunde nicht mehr und ein Nicht-Hundehalter kann schon gar nichts mehr einschätzen.

Richtig spielen (mit anderen Hunden) und rennen können finde ich ein absolutes "muss" für einen Hund, um ausgeglichen sein zu können (hilft ja auch viel bei evtl. Stressabbau). Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Hunde, die nur an der Leine bleiben müssen (die meisten Halter wünschen ja auch keinen Kontakt mit anderen Hunden, solange der eigene an der Leine ist), zu Hause nicht "auffällig" sind.

BaWü hat hier auch ein "Einsehen" mit den Listenhunden, sobald ein Wesenstest erfolgeich bestanden ist, ist der Hund gleich (sobald alles schriftlich vorliegt) vom Maukorb befreit und wenn man möchte, kann man auch eine Leinenbefreiung beantragen.

Ein weiteres Problem ist oft, dass Kleinhundehalter Angst um ihren Hund haben, wenn sie einem großen Hund begegnen und viele große Hunde gar nicht mit Kleinen sozialisiert wurden bzw. die Kleinen recht respektlos gegenüber anderen Hunden sind (Erziehungssache/Sozialisierung allgemien). Das läßt sich ein großer Hund natürlich auch nicht gefallen (muss er auch nicht, wie ich meine). Er wird den Kleinen eigentlich nur zurecht weisen (wenn er denn richtig sozialiesiert wurde), was aber für den Kleinundehalter recht "gefährlich" aussieht (weil er meist kein "richtiges" oder normales Hundeverhalten kennt und natürlich oft der kleine Hund nur ein "kleinr Happen" für den Großen erscheint)

Seit ich mit einem großen und einem kleinen Hund unterwegs bin, habe ich damit keine Probleme mehr, bin ich aber mit dem Großen alleine unterwegs, haben die Kleinhundebesitzer wieder "Angst"
Die Kleinen gibt es aber vermehrt in der Stadt


Doch kann man. Meine Hunde haben Leuchthalsbänder (gibt es in jedem Zubehörfachhandel oder Internet für 10-20 Euro!) und ich habe eine gute Taschenlampe. Bei uns im Feld ist es nämlich auch dunkel, daher bin ich ausgestattet. Morgens und abends haben gehen wir "beleuchtet" und gut ist. Da sind wir wieder an dem Punkt: Man muss nur wollen. Ausreden warum was nicht geht, finden sich immer. Ich gehe übrigens auch bei Schnee, Glatteis oder Regen. Dann ziehe ich mich halt entsprechend warm und wetterfest an und gehe nicht 1 Stunde am Stück, sondern nur mal 30 Minten, wenn es ganz arg schüttet oder saukalt ist.
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon lico » Mo 2. Feb 2015 20:55

ich finde das supi toll, das jan seinen hunden das richtige hundeleben gibt !!!!!

ich gehe auch bei schnee, mitten in der nacht und bei jedem wetter, aber nicht nur 30 minuten, wegen wetter, ich habe aber den vorteil in einen ort mit 30 häusern zu wohnen und nach 5 minuten bin ich in feld und wald :oops: das hat nicht jeder.

und nein das ist bei manchen keine faulheit, sondern sie wohnen einfach so, das man nicht einfach mal so gehen kann, ich habe dafür verständniss, weil ich auch hundebesitzer kennenlerne die das leider nicht habenh , aber ihrem hund wahnsinnig viel geben.

ich habe da umgelernt und bin lang nicht mehr so eingebildet, zu denken nur meinen hunden geht es gut, weil sie hier laufen können wie sie wollen......

und das zählt, 30 minuten freilauf, soll besser sein, wie 2 stunden mit frauli/herrlie rennen.

wow :roll:

elo
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Re: Freilauf - kann man darauf verzichten ?

Beitragvon Mustlovedogs » Di 3. Feb 2015 06:17

lico hat geschrieben:ich finde das supi toll, das jan seinen hunden das richtige hundeleben gibt !!!!!

ich gehe auch bei schnee, mitten in der nacht und bei jedem wetter, aber nicht nur 30 minuten, wegen wetter, ich habe aber den vorteil in einen ort mit 30 häusern zu wohnen und nach 5 minuten bin ich in feld und wald :oops: das hat nicht jeder.

und nein das ist bei manchen keine faulheit, sondern sie wohnen einfach so, das man nicht einfach mal so gehen kann, ich habe dafür verständniss, weil ich auch hundebesitzer kennenlerne die das leider nicht habenh , aber ihrem hund wahnsinnig viel geben.

ich habe da umgelernt und bin lang nicht mehr so eingebildet, zu denken nur meinen hunden geht es gut, weil sie hier laufen können wie sie wollen......

und das zählt, 30 minuten freilauf, soll besser sein, wie 2 stunden mit frauli/herrlie rennen.

wow :roll:

elo


Ich habe weiter vorher im Thread geschrieben, dass meine Hunde täglich mind. 2 Stunden Freilauf mit MIR haben. Und es wenn schüttet wie blöd oder es draußen 35 Grad hat und die Sonne knallt, dann laufen wir mit Sicherheit in dem Moment eben keine Stunde am Stück, sondern nur 30 Min. Und gehen dafür halt morgens/abends/mittags länger - je nach dem. Es regnet ja selten den ganzen Tag durch. Was bitte hat das mit "eingebildet" zu tun, wenn ich sage, es gibt leider viele Menschen, die zu faul sind, nicht nur um die 4-Ecken-der Wohnhaussiedlung zu laufen, anstatt 1 x täglich ins Feld/Wald oder zu einer Freilauffäche für Hunde zu fahren? Ich habe genau das gemacht, als ich in einer Großstadt (FFM) gewohnt habe. Wie einige andere auch. EInem beachtlichen Teil der Hundehalter ist das aber zu viel Arbeit - genau wie hier auf dem Dorf den Bauern/Winzern, deren Hund den ganzen Tag (!!!) nur auf dem Hof eingesperrt ist und nie spazieren gehen darf.
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