Auch von uns noch ein nachträgliches Happy Birthwuff

Schön, dich wieder hier zu haben. Deine drei sind so knuddelig - ich liebe ja schwarze Hunde.
Nun auch von mir ein paar Tiergeschichten... Es gibt so viele, deswegen fang ich einfach mal in meiner Kindheit an.
Ich bin mit den zwei Doggen und dem Boxer unserer Nachbarin aufgewachsen. Damals gab es noch keinen Zaun zwischen den Grundstücken und so gingen die Hunde auch bei uns ein und aus. Wahrscheinlich kommt daher meine Vorliebe für große Hunde und Boxer. Die drei waren die besten Babysitter, die es gab. Meine Freundin und ich, damals so zwei, drei Jahre alt, konnten auf den beiden großen, blau und gelb, ohne Probleme reiten. Und unser Boxermädel hat uns mit ihrem Stock durch den ganzen Garten gezogen. Wenn sie bei uns war, dann durfte niemand, den sie nicht kannte, an uns ran. Und das lustigste Spiel war immer: "Wo ist die Katze?" Dann ist sie wie abgestochen am Zaun rauf und runter gerannt auf der Suche nach einer Killerkatze

Dann noch eine ganz traurige Geschichte:
Es passierte im Winter 2006. Ich war nachmittags draußen bei meinem Pflegepferd gewesen. Der Stall liegt ein wenig außerhalb von Berlin in der Nähe einer Landstraße zwischen zwei Wäldern, auf der 80 km/h gefahren werden darf. Ich hatte eine Bekannte dabei, die sich den Hof angeschaut hatte. Gegen 18 Uhr, als es schon recht dunkel war, fuhren wir beide in unseren Autos los, ich voran, da sie den Weg nicht kannte.
Ich war kaum auf die Landstraße eingebogen und hatte vielleicht schon 50 km/h erreicht, da sehe ich etwas vor mir auf der Straße liegen. Im ersten Moment dachte ich: "Es ist Berufsverkehr, das Tier ist schon tot, du kannst nicht ausweichen, da dir zu viele Autos entgegenkommen - fahr drüber..." Doch genau in diesem Moment sehe ich in meinem Scheinwerferlicht, wie das Tier den Kopf hebt. Und erkenne, dass es ein kleiner Hund ist. Bis heute weiß ich nicht, wie ich es geschafft habe, unfallfrei auszuweichen. Jedenfalls bin ich nicht in den Gegenverkehr gerasselt. Sofort fuhren ich und meine Bekannte - hinter uns kam glücklicherweise keiner mehr - an den Rand. Ich stieg aus und lief wie in Trance los. Mit fuchtelnden Armen rannte ich auf den Hund los und konnte irgendwie die nun auf dieser Spur fahrenden Autos umlenken. Natürlich hielt keiner an. Nach wenigen Sekunden, die mir vorkamen wie Stunden, war ich bei der kleinen Maus und hob sie so schnell ich konnte von der Straße auf den Grasstreifen am Rand. Es war eine kleine Hündin, vielleicht eine Mischung aus Jack Russel, Dackel und Pinscher, die mich mit großen, veränstigten Augen anschaute als wollte sie sagen: "Bitte, tu was, hilf mir."
Ziemlich schnell war klar, dass sie innere Verletzungen haben musste. Denn sie blutete stark, ohne, dass eine äußere Verletzung zu sehen war. Ich rief die Polizei und bat sie, den Tiernotrettungsdienst und das Ordnungsamt zu alarmieren. Sie selbst zum nächsten Tierarzt zu transportieren schien mir alleine zu gefährlich, da meine Bekannte inzwischen nach Hause zu ihren Kindern gefahren war.
Der Kleinen ging es immer schlechter, bis sie schließlich auf meinem Schoß in meinen Armen starb. Und weder Polizei noch sonst jemand kam. Nur die Polizei rief noch einmal auf mein Handy zurück, um sich zu versichern, dass sie wirklich zuständig sei. Als ich ihnen mitteilte, dass der Hund inzwischen verblutet sei, meinten sie nur: "Dann lassen sie ihn einfach am Straßenrand. Das Ordnungsamt kümmert sich dann morgen darum."
Seitdem trage ich immer die Nummer vom Tiernotrettungswagen bei mir.