Das ist ähnlich wie mein Training mit meinem doch recht jagig angehauchten Border Collie/ELO Mix. Hat er Kontakt mit Wild rast er wie ein Bescheuerter zu mir, damit ich den Ball für ihn werfe. Er tut das, weil sich dieses Verhalten im Laufe des Trainings so gefestigt hat, Wild - ich rufe - er kommt - ich werfe. Nun ist die Zwischenstufe des Rufens weg, er kommt von alleine angeschossen, weil es zur Gewohnheit geworden ist.
Anderes Beispiel gleicher Hund: er muss immer an den Straßenrand und ins Platz wenn ein Auto von vorne kommt. Mein Hund läuft einen Hügel hinauf vor, guckt sich plötzlich zu mir um, flitzt an den Straßenrand und legt sich hin. Momente später erscheint ein Auto auf der Hügelkuppe...
Noch ein anderes Beispiel: Wenn ich mit 3 Chaoten (einer davon rast gerne kläffend auf Menschen zu und umkreist sie, der Hund gehört nicht mir
Da muss ich in keinem Fall mit der Belohnung wedeln - es ist einfach eine Angewohnheit geworden. Für die Hunde lohnt sich das Verhalten mehr als unerwünschtes Verhalten.
Zudem lernt ein unsicherer Hund (und das sind die Kläffer in aller Regel) hier, dass bestimmte Dinge doch gar nicht so schlimm sind, und wird mit der Zeit normalerweise sein Verhalten ohnehin ändern, wenn er diesen Dingen mit Ruhe und positiven Verknüpfungen immer wieder und wieder begegnet.