Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Gudrun
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Gudrun »

Hallo Fritz,

selbst innerhalb der FCI gibt es inzwischen Vereine, die die neueren genetischen Erkenntnisse durchaus ernst nehmen und von ihren Züchtern berücksichtigen lassen. Schau mal hier:

http://www.hunde.com/blog/2012/12/hat-d ... e-zukunft/

Dieser Verein ist durchaus bemüht, auch Deutsche Schäferhunde von außerhalb der FCI-Vereine wieder mit einzubeziehen, um die Zuchtbasis zu verbreitern.

VG Gudrun
IngaE
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von IngaE »

Naja, das ist Mal wieder so eine Grundfrage wie so viele.

Wenn wir Mal erlich sind, wenn die Hunde uns nicht hätten würden Sie Ihren Partner nach Instnkt wählen. Und das ist dann oft der Genetisch "perfekt" ergänzende Partner. Wissenschaftlich erwissen...

damit würden unsere Menschlichen Vorstellungen von Rassen fallen. Es gäbe Sie nicht! Schönheit liegt im Auge des Betrachters und sind Trends unterworfen. Damit lasse ich Mal die Qualzuchten außen vor! Den auch die haben Ihre Liebhaber und Befürworter. Das kann man mit logischen Denken nicht greifen.

Jede Rasse hat seine typischen Krankheiten. Manche werden durch unser Wissen z.B. Genetik weiter in den Fokus gerückt. z.B.

CEA = Augenkrankheit betrifft einige Rassen.

Früher wurde mit 6 Wochen eine klinische Untersuchung gemacht. Und der Welpe wurde CEA frei eingestuft. Nun kommt die Genetik und Ihre Möglichkeit ins Spiel.

Heute gibt es ein Test. Der mir dan z.B. sagt CEA klinisch frei. Genetisch: Frei oder Träger oder Betroffen. Ein "Züchter" nutzt diese Information. Genauso mit HD ED usw. usw. die Liste ist Lang

Bei Mischlingen kann alles raus kommen. Denn nicht alle sind Unfälle und haben Ihren "perfekten Genpartner" wählen dürfen!!!

Wichtig und Richtig ist, ja wir haben die Verantwortung, wir stehen dazu, mit Positven auch mit Negativen Dingen die es so mit sich bringt. :P :D

Und wie gesagt Mutter Natur würde es ohne uns auch regeln und bestimmt nicht zum schlechten...

LG
Collie white socks
Inga
mit Anouk und Giny

Die sich manchmal um zu viele Dinge Gedanken macht :P
Fritz
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Fritz »

Hallo.
Der Deutschen Tierschutzbund schreibt über das Problem
der Qualzucht , die bei Hunden leider weit verbreitet ist .

http://www.noz.de/lokales/dissen/artike ... verbreitet

Kann eine immer währende Linienzucht bei Hunden ,
mit einer fortwährend, willkürlichen Selektion auf bestimmte Zuchtziele ,
wodurch die genetische Vielfalt immer weiter abnimmt ,
ewig und für alle Zeiten weiter geführt werden ?

Wann ist das Ende der Fahnenstange erreicht ,
kann es nicht sein ,daß irgendwann keine lebensfähigen Hunde mehr geboren werden ?
Werden die Hunderassen der Gegenwart noch lange überdauern können ?

Welche Hunde wird es in der Zukunft geben
und wie können diese beschaffen sein ?

Es gibt aber schon andere Ansätze
und Versuche in eine neue Richtung der Hundezucht ! :!: :idea:

http://www.merlsheimer.de/zuchtziele.htm

http://www.pro-kromfohrlaender-zucht.de ... %A4nder-1/


Fritz.
Pudelfan
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Pudelfan »

Nicht jeder betreibt Linienzucht. Linienzucht mit Kenntnis angewandt ist auch nicht immer falsch, so kann man auch erkennen, welche Krankheiten weitervererbt werden und dann dagegen angehen.
Fritz
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Fritz »

Hallo.
Autosomal-rezessive Erbgänge :
Es gibt sowohl dominante und rezessive Merkmale .
Erbkrankheiten die rezessiv vererbt werden ,
treten nur in Erscheinung wenn beide Elterntiere damit belastet sind .
Darum kann man auch auch nur selten erkennen wenn Zuchttiere
Träger rezessiver Anlagen sind .

http://de.wikipedia.org/wiki/Erbkrankheit

Aber es ist verboten ,absichtlich mit erbkranken oder mit Trägern solcher Krankheiten,
Testverpaarungen und Inzucht zu betreiben ,
nur um zu sehen ob so eine Krankheit auftritt .
Was soll aus diesen kranken Hunden werden ,die aus solchen Versuchen entstehen ?
Diese sind armen Welpen ,müßen dann ihr ganzes Leben leiden ,
oder sehen einem frühen Tod entgegen .

Heute gibt es schon ,bei den meisten dieser erblichen Krankheiten
die Möglichkeiten durch eine genetische Blutuntersuchung ,
zu einer Früherkennung zu kommen ,
wenn ein Verdacht vorliegt und bestimmte Krankheiten
bei einer Hunderasse auftreten können .

http://www.hunde-epilepsie.ch/Finnland.htm

http://www.gentest-deutschland.de/tiere

Fritz.
Gudrun
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Gudrun »

Fritz,

bzgl. der meisten dieser erblichen Krankheiten haben wir leider noch lange keinen Gentest. Mit jedem Gentest, den wir zusätzlich einbeziehen, wird die Auswahl an möglichen Zuchtpartnern kleiner. Manch ein Züchter findet jetzt schon kaum noch verantwortungsvoll für seine eigene Hündinnen einsetzbare Partner und auch ich bin schon 13 mal jeweils fast 1.000 km pro Decktour unterwegs gewesen - eine teure Tour, deren Erfolg alles andere als gewiss ist. Auch mir ist schon mal eine Hündin leer geblieben. Nun kostet auch jeder Gentest Geld. Wenn ein Welpe dann 1.000 Euro oder gar mehr kosten soll, heißt es sofort, diese bösen Züchter wollen sich nur bereichern.

Je mehr wir wissen, desto mehr müssen wir Prioritäten setzen lernen. Als Züchter muss man sich fragen: Welche Krankheit oder Anomalie ist mir besonders wichtig? Was will ich auf jeden Fall ausschließen können, was kann man evtl. noch in Kauf nehmen? Es kann durchaus sein, dass mir persönlich z. B. der MDR1-Defekt lachhaft erscheint im Vergleich z. B. zur Degenerativen Myelopathie oder ähnlichen Defekten, unter denen ein betroffenes Tier mit großer Wahrscheinlichkeit unheilbar erkranken wird (60% im Falle der DM). DM ist übrigens keine Krankheit, die auf eine bestimmte Hunderasse beschränkt vorkommt. Jeder Hund kann DM haben und im höheren Alter daran übel erkranken. Und wer untersucht die Mischlingsverpaarungen?

VG Gudrun
Pudelfan
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Pudelfan »

Fritz hat geschrieben:Hallo.
Autosomal-rezessive Erbgänge :
Es gibt sowohl dominante und rezessive Merkmale .
Erbkrankheiten die rezessiv vererbt werden ,
treten nur in Erscheinung wenn beide Elterntiere damit belastet sind .
Darum kann man auch auch nur selten erkennen wenn Zuchttiere
Träger rezessiver Anlagen sind .


Weiß ich, dazu les ich aber nicht Wikipidia, sondern Irene Stur, ist wissenschaftlich fundierter

Aber es ist verboten ,absichtlich mit erbkranken oder mit Trägern solcher Krankheiten,
Testverpaarungen und Inzucht zu betreiben ,
nur um zu sehen ob so eine Krankheit auftritt .
Was soll aus diesen kranken Hunden werden ,die aus solchen Versuchen entstehen ?
Diese sind armen Welpen ,müßen dann ihr ganzes Leben leiden ,
oder sehen einem frühen Tod entgegen .

Du willst es wohl falsch verstehen oder. Ich habe nie geschrieben, daß mit Merkmalsträgern verpaart werden soll. Wobei man bei PRA mit Merkmalsträgern verpaaren darf, wenn der andere Partner PRA frei ist. Es werden dann nie Merkmalsträger, sondern lediglich Anlageträger entstehen und die sind nicht krank. Aber wie gesagt, das würde ich auch nicht machen. Meine Hündin ist PRA A getestet und ich hab eine Verpaarung mit einem PRA B getesteten Partner gemacht. D.h. meine Welpen können A oder höchstens B sein d.h. sie sind höchstens Anlageträger, werden nie PRA bekommen. Ich weiß z.B. daß ein Sohn von diesem Rüden auch Deckrüde ist und A getestet ist, also frei, genau wie seine Mutter. Außerdem kann ich, wie Gudrun schon schrieb, den Hund nicht auf eine Sache reduzieren, sondern muß den ganzen Hund sehen und dann abwägen, was will ich und was will ich nicht. Man muß schon unterscheiden zwischen Anlageträgern, die sind nicht krank und Merkmalsträgern, die sind krank. Und wenn bei einer Linienverpaarung, Merkmalsträger auftreten, deren Krankheiten genetisch noch nicht nachweisbar sind, dann weiß ich, daß beide Anlageträger sind und kann mich bei der nächsten Verpaarung darauf einstellen, indem ich Ahnenforschung bei dem Zuchtpartner meiner Wahl betreibe und schaue, ob die Krankheit dort schon mal vorgekommen ist und kann es lassen, wenn das der Fall ist. Und NEIN, es gibt noch lange nicht für alle Erbkrankheiten Gentests, weil man die Marker noch gar nicht herausgefunden hat

Heute gibt es schon ,bei den meisten dieser erblichen Krankheiten
die Möglichkeiten durch eine genetische Blutuntersuchung ,
zu einer Früherkennung zu kommen ,
wenn ein Verdacht vorliegt und bestimmte Krankheiten
bei einer Hunderasse auftreten können .

http://www.hunde-epilepsie.ch/Finnland.htm

http://www.gentest-deutschland.de/tiere

Fritz.
Fritz
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Fritz »

Hallo Gudrun, hallo Uta ,
offenbar gibt es doch keinen so großen Unterschiede in Sichtweise
und unsrer Beurteilung der Schwächen und Fehler bei der heutigen Hundezucht

Bei einem Genpool mit immer geringer werdender Variationsbreite
und einer zunehmenden genetischen Verarmung ,
steigt die Wahrscheinlichkeit ,das Gendefekte beider Elterntiere
gleichermaßen vorkommen und aufeinander treffen .

Wenn in einer Hundezucht immer weniger noch erbgesunde Tiere
für eine Verpaarung übrig sind ,wird man irgendwann ,so zu sagen gezwungen sein,
einen Erbträger mit Lahmheit und einen mit Blindheit zu verpaaren ,
um nicht zwei Elterntiere mit den selben genetischen Fehlern verwenden zu müssen .

Hier schließt sich der Kreis unserer Suche und es wird klar ,
es ist problematisch mit nur einer kleinen Population und wenigen Tieren
eine Hundezucht nach einem Rassestandard zu betreiben .
Es wird jetzt deutlich und liegt auf der Hand , dieses hat wohl keine Zukunft :!:

http://www.king-salomo.de/img/info3.pdf

Fritz.
Pudelfan
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Pudelfan »

Anlageträger sind nicht krank und wenn ich sie mit Tieren verpaare, die weder Anlageträger noch Merkmalsträger (die sind krank) sind, dann bekomme ich auch Welpen, die frei sind und damit tue ich was, um Erbkrankheiten zurückzudrängen. Meine Güte noch mal, ist das so schwer zu verstehen
Fritz
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Re: Die 13 Sünden der modernen Hundezucht !!

Beitrag von Fritz »

Pudelfan hat geschrieben:Anlageträger sind nicht krank und wenn ich sie mit Tieren verpaare, die weder Anlageträger noch Merkmalsträger (die sind krank) sind, dann bekomme ich auch Welpen, die frei sind und damit tue ich was, um Erbkrankheiten zurückzudrängen. Meine Güte noch mal, ist das so schwer zu verstehen


Richtig ,
so wird es in den Mendelschen Regeln beschrieben .

http://de.wikipedia.org/wiki/Mendelsche_Regeln

Aber nur wenn bekannt ist und es schon einen entsprechenden Gentest gibt ,
der nachweist, welche Tiere Träger eines bestimmten rezessiven genetischen Defekts sind ,
kann ein Züchter darauf reagieren und den entsprechenden Partner , der frei von diesem Fehler ist ,
für eine Paarung wählen .
Leider gibt es aber in einer Linienzucht ,immer mehr Tiere ,
die Träger einer unerkannten,rezessiven Erbkrankheiten sind
und dadurch werden dann ,in einer Zucht plötzlich immer mehr kranke Welpen geboren .

Meine Güte Uta , was soll man daran nicht verstehen :?: :?:

Fritz.
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