Hallo Fritz,
ja, es stimmt, dass unsere heutigen Hunde alle von den Wölfen abstammen. Doch inzwischen haben sie so lange mit den Menschen gelebt, dass sie sich in vielen Dingen an den Menschen angepasst haben.
Nimm doch bitte z.B. alleine mal die Ernährung:
Da gibt es richtige Glaubenskriege, was denn nun richtig und falsch ist. Viele schwören auf BARF und auf diesen Zug sind mittlerweile so viele Hersteller aufgesprungen, nur um daran zu verdienen. Ergo meinen die Hundebesitzer, wenn man ihnen empfiehlt, dass man zum Ausgleich dieses und jenes Pülverchen usw. geben muss, damit der Hund gut versorgt ist, dass sie das tun müssen.
Oft wird auch viel zu viel Fleisch empfohlen, was auf Dauer nämlich auch nicht gut ist.
Dann heißt es wieder, dass man das Fleisch besser abkochen solle wegen der Gefahr von Salmonellen usw.
Andere schreien dann, dass man das bloß nicht kochen soll, weil es dann nicht mehr natürlich ist und die Vitamine usw. fehlen
Dann füttern manche nur Trockenfutter oder nur Nassfutter, weil ja angeblich nur dann täglich gewährleistet ist, dass der Hund immer gleichmäßig bekommt, was er benötigt. Früher hat dir das jeder Tierarzt so gesagt. Aber früher wurden die Hunde auch alle jährlich gegen alles geimpft und mindestens 4 x jährlich wurde eine Wurmkur gemacht usw. usw. ...
Meine Eltern hatten Schäferhunde, die ohne Trockenfutter groß und stark geworden sind.
Als ich meinen ersten eigenen Hund hatte gab es leider schon Trofu und JEDER Tierarzt meinte, dass nur das Trofu gut sei

Und da ich natürlich nur das Beste für meinen Hund wollte bekam er halt ab dann eben Trofu
Aber in der Natur schaut es anders aus, denn die Wölfe oder die wilden Hunde nehmen das, was sie finden können. Vielleicht hast du ja schon mal von Herrn Bloch, seinen Wolfsstudien und seinem Buch über die sogenannten "Pizza-Hunde" gehört? Diese Hunde ernährten sich von Resten auf der Straße und haben sich fröhlich vermehrt. Es ging ihnen mit diesem Essen also gut!
Es stimmt so mit den Scheinschwangerschaften, da hast du völlig recht.
Aber von der Aussage, ob man die Hunde erst mit 2 Jahren abgeben sollte ... Jetzt stelle dir mal eine Hündin vor, die so ca. 12 Welpen bekommt. Wie soll das denn klappen? Wer versorgt und erzieht und pflegt und füttert usw. die 2 Jahre, bis sie dann an ihre zukünftigen Familien abgegeben werden?
Wer kümmert sich um den Nachwuchs, der sich - logisch - unweigerlich einstellen würde, wenn die 12 Welpen erwachsen und geschlechtsreif werden? Unvorstellbar, oder?
Zum Thema Barfen habe ich inzwischen mehrmals gelesen, dass es den Tierärzten in letzter Zeit aufgefallen ist, dass es viele Hunde gibt, die auf einmal kranke Herzen hatten, und zwar von Rassen, die das eigentlich früher eher nicht bekamen. Man grübelte und forschte und dann kam heraus, dass sämtliche dieser kranken Hunde getreidefrei ernährt wurden, weil das ja so gut sein soll und weil auch viele Hersteller von Dofu/Nafu mittlerweile getreidefreie Ernährung anbieten.
Aber genau das ist nicht immer gut, denn bis auf wenige Ausnahmen, also die Hunde, die wirklich kein Getreide vertragen und deshalb "Pseudo-Getreide" bekommen müssen, vertragen die Hunde das Getreide, allerdings nicht in den Mengen, die früher z.B. im Fertigfutter waren, weil das so schön billig ist. Billiger als Fleisch und Gemüse ...
Wir selber füttern heute querbeet, sprich, es gibt frisches Futter, gekochtes Futter, Dosenfutter, Nassfutter, alles im Wechsel. Und wenn wir etwas essen, was nicht stark gewürzt ist, dann bekommt Mika nach unserem Essen auch mal ein Häppchen ab. Als wir ihn bekommen haben fraß er nur Trofu und nichts anderes. Es dauerte sehr lange, um ihn umzustellen. Inzwischen weiß ich, dass es bei Hunden auch daran liegen kann, was ihre Mütter zu fressen bekommen haben. Na ja, bei seiner Mutter war das eben Trofu, bei seiner Oma auch .... Jetzt ist sein Magen stabiler geworden.
Liebe Grüße
Petra