Hallo Steffi,
schlauer, kleiner Hund würde ich sagen
Was sie ja schon verstanden hat, ist dass sie es eigentlich nicht darf und Deinem Schrieb entnehme ich, dass sie es auch nicht macht, wenn Du dabei bist.
Heißt, dass sie eigentlich lernen muss, dass es unangenehme Folgen hat, wenn man generell etwas klaut! Also wie hieß es hier doch neulich so schön - Du brauchst den Finger Gottes!! Man könnte es auch anonyme Bestrafung benennen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ich persönlich würde immer mit der "Nettesten" anfangen:
1. Stell ihr eine Falle und kleb rund um das Objekt der Begierde doppelseitiges Klebeband. Die meisten Hunde finden das ziemlich doof und lassen es dann. Das ist nicht mit einem Schreck verbunden, sondern nur mit etwas Unangenehmen.
2. Wäre dann eben doch der Schreck. Z. B. kauf Dir Mausfallen und zieh die auf und leg sie VERKEHRT RUM (ganz wichtig, sie soll sich ja nicht verletzen) so hin, dass sie hochflippen, wenn sie dran kommt. Mit ein bißchen Glück verjagd sie sich so, dass sie dann zukünftig das "Essen auf dem Tisch" für gefährlich hält.
3. Dafür brauchst Du aber jemanden, der damit umgehen kann, wäre ein Sprühhalsband mit Fernbedienung. Dabei ist aber ganz wichtig, dass das jemand anwendet, der das wirklich kann. Denn Du brauchst ein genaues Timing. Dann kann die Person es Dir zeigen und ein "Trockentraining" mit Dir machen, bis Du den Umgang beherrschst, damit Dus dann evtl. auch noch ein oder zwei Wochen einsetzen kannst.
Ich weiß, dass nicht alle das Sprühhalsband toll finden und auch wir setzen es wirklich nur sehr selten ein. Interessanterweise aber oft bei "Dieben". Der letzte Hund war ein supertoller, schwarzer Labrador Retriever Rüde. Wir haben vorher wirklich alles andere probiert, alle Martin Rütter und dem klauenden Retriever, hat aber nicht geklappt. Frauchen wollte das Sprühhalsband nicht, was ok für mich war, weil sie es für gefährlich hielt. Sie änderte ihre Meinung schlagartig, als Oskar, so heißt der Gute anfing auch andere Gegenstände zu klauen und zu zerfressen und sich leider über die Küchenschubladen mit den Obstmessern hermachte. Als sie eines Tages von der Arbeit nach Hause kam, lag er - zum Glück unverletzt - mit einem kleinen Obstmesser, desser abgekautem Griff und einem unschuldigen Grinsen in seinem Körbchen. Am nächsten Tag hatten wir ein Training mit dem Sprühhalsband. Seitdem ist Oskar nie wieder an irgendetwas dran gegangen, was nicht in seinem Napf ist!
Man muss eben auch hier abwägen, ob das wirklich angebracht ist, oder obs auch mit einem anderen Training geht!
Lieber Gruß
Jenni