Nun muss ich doch mal meinen Senf dazugeben. Aus meiner Sicht wäre es dringend geboten, das ganze mal unter dem Aspekt Verantwortung zu betrachten.Lottie hat geschrieben:Leider müssen wir uns eingestehen, dass wir neben Arbeit und Baby einfach nicht mehr genug Zeit für sie haben. Wir können ihr nicht mehr gerecht werden und suchen deshalb ein neues gutes zu Hause für sie....Wir hoffen so sehr, auf diesem Weg ein neues gutes zu Hause für sie zu finden.
Ich verstehe dich so, dass ihr für ein Familienmitglied nicht mehr genügend Zeit habt, denn für mich ist ein Hund ein Teil meiner Familie. Eure Begründung hat für mich etwas mit "Prioritäten setzen" zu tun. Die Zeitfrage ist aus meiner Sicht nebensächlich, es sei denn, du hast -was ich nicht hoffe- ein stark pflegebedürftiges Baby. Es klingt so verantwortungsbewusst, wenn man liest: "wir müssen uns eingestehen". Ich hingegen halte es nur für die Konsequenz aus verschobenen Gewichtigungen und Verantwortungen im Alltag. Wenn sich aber Verantwortung so leicht wegschieben lässt, dann ist es für den Hund wohl wirklich besser, wenn er aus euren Händen herauskommt, die ihn so vernachlässigt haben und ohne ihn das weitere Leben geplant haben. Aber dann frage ich mich, wie plant ihr die Verantwortung für ein kleines Menschenleben. Als Lehrerin und Therapeutin habe ich genügend dieser Eltern, für die Kinder eine Selbstverständlichkeit sind, aber nicht sehen, wenn ihr Kind leidet. Aber auch da gibt es noch Pflegefamilien, die damit ihr Taschengeld aufbessern und Fehler wieder ausbügeln müssen. Diese Begründung, die du angibst, wirft kein gutes Licht auf den Charakter, der dies schreibt. Aus deinen Worten spricht Unreife, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und auch noch Egoismus. Das lässt sich auch nicht durch Halbwahrheiten verschönern.
Für mich gibt es nur zwei Gründe, einen Hund abzugeben: langfristig stationärer Aufenthalt und andauernde Behinderung, die Hundehaltung ausschließt, sowie gesundheitliche Gründe. Ich habe trotz Berufstätigkeit (ganztags) immer meinen Hund behalten und für ihn gesorgt. Es hat ihm an nichts gemangelt, denn auch ein Hund kann kompensieren, wenn man ihn mit einbezieht. Mal mehr Schmusen und Drinnenspiele, mal mehr draußen, mal mehr Bewegung, mal mehr Intelligenz- oder Suchspiele etc.
Das heißt eigentlich für mich: wir haben so weitergelebt wie bisher und haben gemerkt, dass für den Hund nichts mehr übrig bleibt. Habt ihr einmal versucht, eure kleine Familie gemeinschaftlich und alle gleichermaßen zu versorgen? Ober verschweigst du, dass der Hund eifersüchtig auf das Baby ist und sein Verhalten geändert hat (was durchaus üblich ist)?Wir können ihr nicht mehr gerecht werden
Hier stelle ich meine Sicht der Dinge dar. Ein Urteil wird nach Sachlage abgegeben. Diese hast du oben in deinen Worten, so ausführlich wie du wolltest, dargelegt und da halte ich es für angemessen, dass auch andere Forumsteilnehmer ihren Kommentar abgeben - eben nach Sachlage.die zwar mit einem großen Herzen für Tiere aber doch mit einigen Vorurteilen an die Sache herangehen