Huhu maki7 !
Also erstmal, das mit deinem "exotischen" Wohnort hatte ich übersehn !
Nur nochmal kurz zu deinem ersten Beitrag... er ist eben nicht abgehauen mit dem Bewusstsein etwas ganz schlimmes angestellt zu haben. Sonst käme er nicht unmittelbar nach deinem "tadeln" zu dir und fordert dich zum Mitspielen auf. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Ausserdem hast du die wahrscheinliche Ursache, nämlich Langeweile, schon selber gut erkannt, denke ich.
Zum 2.post:
Also, wenn du ihn auf frischer Tat erwischst, reagierst du bislang vollkommen richtig... du erteilst ihm verbal dafür eine Rüge ("Nein", "Tabu", "Pfui", oder was dein Wort dafür ist) und könntest ihn wenn nötig auch noch körperlich abdrängen. Soll heissen, wenn er vom Objekt seiner Begierde nicht ablässt, drängelst du dich dazwischen und drängst ihn bestimmend mit deinen Beinen, aber ohne Tritte oder anderen Formen von Gewalt, beiseite.. bis er vom Objekt sichtlich Abstand nimmt.
Ich bin der Meinung, das es nicht wirklich positiv wäre "unter seinen Augen" die Reststücke wegzuräumen. Zum Einen denke ich mir: Aus den Augen, aus dem Sinn. Zum Anderen könnte er es so auffassen das du mit diesen Teilen spielst. Und genau das sollte er damit eben nicht in Verbindung bringen. Ihn für diese Aktion verbal tadeln, dies eventuell auch körperlich zum Ausdruck bringen, sollte dann für`s Erste gut sein. Die Situation vergessen lassen, nicht mehr beachten, und wenn er mit anderen Sachen beschäftigt ist, die Reste beseitigen.
Beseitigst du die Reste in seinem Beisein und redest zudem noch ständig auf ihn ein, würde er dich so oder so irgendwann nur dumm angucken und garnichtmehr verstehn was du eigentlich von ihm willst. Schliesslich beschäftigst du dich ja dann auch gerade mit den Resten, und damit auch mit ihm.
Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt.
Warum sollte dein Hund dich "ärgern" wollen? Wenn dann möchte er Aufmerksamkeit. Es ist immer schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, solche Sachen aus der Entfernung zu analysieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dieses "Problems". Es kann durchaus sein, das dein Hund an Trennungsangst leidet. muss aber nicht. Denn auch kann es sein, das er mit seinen 10 Monaten mal frech wird und austestet was alles geht. Wenn du ihm dann hier und da "kleinere" Dinger durchgehen lässt, warum dann nicht auch mehr probieren?
Aber eben auch kann es sein, das er gelernt hat, wenn er Dinge zerstört, bekommt er garantiert deine Aufmerksamkeit. Würde bedeuten: Er zerpflückt etwas, Du kommst nach Hause, er freut sich, fordert dich zum Mitspielen auf weil er ja weiss das du dich gleich damit beschäftigen wirst, Du siehst das Zerpflückte, schimpfst ihn zwar aus, aber ihm ist das egal (denn er steht im Mittelpunkt).
Das ganze hätte dann allerdings widerum etwas von Kontrollverlustangst. Das nehm ich allerdings nicht an, denn die Begrüssung sonst, ist eher beschwichtigend, bzw. ganz normal.
Am Ende ist er eben 10 Monate alt, pubertierendes Wesen sozusagen. Die müssen beschäftigt werden, sonst langweilen die sich sowas von schnell. Wenn sie sich langweilen zerkauen sie gerne mal alles was da so rumliegt oder steht. Du musst sie also körperlich wie auch geistig fordern... Agility und Suchspiele!
Dann lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Zerstörungen nach. Wenn nicht, liegt wohl einer der anderen Fälle nahe.
Gruss Gently ^^
PS: Die Sache mit dem Dogwalking hatte ich jetz noch vergessen, aber bin echt "Hundemüde" und muss ins Bett! ^^