Jaja.. auch wir haben einen 16 Jahre alten Hund und für mich wird es der letzte Hund gewesen sein, denn das, was ich in den letzen Jahre erleben musste, möchte ich nicht nochmal erleben.. denn man wird ja auch irgendwie älter und kann nicht mehr so, wie man möchte.
Ich kann nur jedem Menschen raten, genau abzuwägen, ob man bereit ist, für den Hund so dazusein, wie man es für ein menschliches Familienmitglied wahrscheinlich ist.. denn das kann durchaus passieren.
Unser Hund hat sei Welpe an ein Problem mit der Verdauung. Beim Abholen kackte er erstmal in die Wohnung des Züchters.. alles lachte.. haha

im Auto kackte er auf die Hose meiner damaligen Freundin.. alles lachte

und zu Hause.. klar.. die Aufregung.. Nunja.. als er sich dann eingewöhnt hatte, ging es dann.. bis er dann einen kräftigen Schiss aufs Kopfkissen setzte.. danach war schluss mit süßer Welpe im Bettchen..Naja.. da gehört er ja auch nicht hin.. wir wurden etwas konsequenter, was anfangs zwar funktionierte.. aber dennoch ging es oft genug in die Wohnung, auf die Treppe, auf die Schuhe und Teppiche.
Als unser Hund 11 wurde, begann es so langsam.. Er sah nicht mehr so gut, hatte erste Beschwerden beim Laufen, hörte schlechter, bettelte wie verrückt, wimmerte und winselte am Tisch. Die Konsequenz waren natürlich da.. .. halfen aber nicht wirklich. Ab dem 13. Lebensjahr wurde er langsam, Arthrose in den Gelenken.. ist ja kein Junior mehr.. und seit dem 14. Lebensjahr begann es echt spassig zu werden -- 5 uhr raus, tagsüber etliche Male raus, abends 23 Uhr raus.. und morgens Teppich vollgeschissen. Mittlerweile liegt in der Wohnung kein Teppich mehr, da wir die ganzen Flecken nicht wegbekommen. Wir haben Decken ausgelegt, die tagtäglich gewaschen werden. Der Hund kackt überall hin.. Wir lassen ihn auf die große Wiese, dort steht er 20 Minuten rum und starrt den Boden an.. kommt zurück und kackt in die Wohnung. Mitunter, wenn er draussen macht, hockt er sich hin, rutscht auf der Wiese nach hinten und setzt sich in die eigene Kacke.. kommt dann kaum hoch und fällt fast um. Der Tierarzt meinte nur, dass wir da nun nen netten Pflegefall haben und viel Spaß bekommen

Ansonsten sei der Hund halt alt.. kein Grund zur Sorge.. Naja. Spazierengehen ist kaum möglich, denn er hält nur wenige Meter durch und haut sich dann hin. für 200 m Strecke brauchen wir 30 Minuten, was uns und wohl auch dem Hund nicht wirklich Freude bereitet.
Tagsüber liegt er in der Wohung rum und ab 20:00 uhr, wenn wir am Tisch sitzen, fängt er an etwas aktiver zu werden, sprich er watschelt immer um den Tisch rum.. eine Runde nach der anderen.. Dabei rennt er alles um, schmeißt Pötte um . wahrscheinlich wegen der fehlenden Sehkraft. Der Tierarzt hat nun Schmerzmittel verschrieben, zusätzlich irgendwelche Präparate fürs Gehirn. Tumoren hat er nicht und Herz ist Top. "der kann 20 werden" Aha..
Streicheln oder Schmusen mochte unser Hund noch nie wirklich gerne. Lediglich mit unserer Tochter kuschelte er schon mal. Das ist aber schon lange vorbei, zumal sie auch etwas allergisch drauf reagierte, ihn in ihr Zimmer zu lassen.. Kein Wunder.. nach dem dritten Flokati.. Begrüßen tut er einen schon lange nicht mehr. Sich melden, wenn er muss schon gar nicht. Im Gegenteil.. wir sitzen direkt neben ihm und er hockt sich hin und wupps. nur am Gestank merken wir es dann.
Somit haben wir einen "echten Pflegefall" im Hause. Urlaub ist nicht mehr, denn wir können ihn nirgendwo lassen. Kein Bekannter nimmt ihn, da jeder schon mitbekommen hat, wie er ansatzlos in die Wohnung kackt. Irgendwo mit hin nehmen bedarf der Klärung, ob da Teppich liegt. Und selbst wenn.. haben wir nicht wirklich was vom Urlaub, da immer nur einer was unternehmen kann, denn mit dem Wau kann man leider nirgendwo mehr hin gehen.
Das ist alles nicht mehr schön und irgendwie wissen wir nicht, ob das Tier sich quält oder wir zu empfindlich sind..
Jedenfall steht unsere Entscheidung fest.. niemals wieder einen Hund oder ein anderes Tier was im Haus gehalten wird. Auf einem Hof, wo er draussen ist dort einen alternativen Schlafplatz besitzt und eher "natürlich" gehalten werden kann geht das.. aber ein Hund in der Wohnung.. never ever..
Darum rate ich jedem, einen Hund nicht aus einer Laune heraus zu kaufen (schlechte voraussetzungen!).. Wir hatten uns schon Gedanken gemacht, aber das sich das so entwickelt, hätten wir nicht gedacht.
Also denkte dran.. auch ein Hund kann zum Pflegefall werden..