Hm... ich bin hin- und hergerissen lieber Fritz und vermute ja, Du sitzt mit einem Schmunzeln am PC. Wenn man das was Du schreibst mal emotionslos zu betrachten versucht und versucht die doch leicht provozierenden Äußerungen als Anregung und Fragestellung zu betrachten, finde ich es spannend. So wie ich es immer spannend finde mich mit Menschen auseinander zu setzen, die anderer Meinung sind, aber nicht persönlich werden!
Also Erziehung zur StubenreinheitGrundsätzlich muss man ja wissen, dass ein kleiner Welpe seine Blase und seinen Darm noch nicht kontrollieren kann und somit nicht aus Böswilligkeit irgendwohin piet, sondern, weil er nicht weiß wohin sonst, noch nicht gelernt hat, wo isses gut und wo nicht. Würde man eine Baby ohne Pampers laufen lassen, würde es vermutlich auch an vielen - nicht unbedingt gewünschten Orten - seine Geschäftchen hinterlassen. Mit einem Baby könnte man es auch nicht ausdiskutieren und man würde es auch nicht bestrafen, weil einem sehr klar wäre, dass das quatsch wäre und nur Angst machen würde.
Mein Vorschlag wäre:
Erstmal ca. alle zwei Stunden mit dem Hund raus, aber auf jeden Fall immer nach dem Schlafen, immer nach dem Fressen, immer nach dem Spielen. Macht der Hund draußen sein Geschäft loben und gerne auch bekeksen - am Besten sogar ein Kommando verknüpfen, damit man es später vielleicht sogar als solches verwenden kann.
Geht doch mal etwas in die Wohnung und ich entdecke es, wenn das Maleur schon geschehen ist, Mache ich es weg und schimpfe böse mit genau diesem Maleur. Aus irgendeinem Grund funktioniert das besser, als mit dem Hund selbst zu schimpfen. Sie verstehen offensichtlich irgendwie "Pipi drin is böses Pipi oder Häufchen!".
Erwische ich den Hund, wird er unsanft mit einem "NEIN!" geschnappt und raus gebracht. Macht er da weiter, wird er wieder gelobt.
Bestrafung halte ich in dem Alter und mit dem Hintergrund: Hund kanns noch nicht lange genug aufhalten, weiß nicht, wo man hinmachen darf und wo nicht... nicht für sinnvoll. Zumindest nicht die alt hergebrachten körperlichen Züchtigungen wie: "Nase ins Objekt des Ungemachs" tunken. Ich könnte hier keinerlei logische, artgerechte oder psychologisch sinnvolle Erklärung finden, warum das funktionieren könnte/ sollte. Kann mir auch nicht vorstellen, dass der Hund das versteht und hätte da Bedenken, dass er mich als total unbeherrscht, asozial und unberechenbar wahr nimmt, was der Beziehung sicherlich nicht zuträglich wäre.
Andere von Dir, Fritz, angebracht Bestrafungsarten halte ich für dieses "Vergehen" für total unangebracht und überzogen. Wobei ich mir noch vorstellen könnte, den Welpen anzuknurren, statt ein noch nicht konditioniertes (oder nicht sicher konditioniertes) Kommando wie ein PFUI oder AUS zu verwenden, WENN ich ihn erwische.
Den Welpen im Nacken zu packen und auf den Rücken zu schmeißen bis er quietscht... Hm... also meine Hündin diszipliniert freche Welpen sicherlich auch mal, indem sie sie umhaut und einen Schnauzengriff macht, sich drüber stellt. Aber es geht ihr wohl weniger ums quietschen, sondern ehr darum, um für Ruhe und Respekt zu sorgen. Und ich hätte noch nie gesehen, dass sie sich einen Welpen schnappt, der irgendwohin sein Geschäft macht. Von daher kann das situativ angebracht sein, wobei sicherlich besser angewandt von gut sozialisierten Hunden gegenüber frechen Welpen oder Junghunden und immernoch schwer für Menschen. Aber bestimmt nicht bei "Pipivergehen"! ;o))
So, ich habe nichts zu verbergen und beziehe dann mal Stellung. Bin nun auf einen Austausch sehr gespannt und darauf, ob das wirklich Deine Meinung ist und von Dir so angewandt wird, denn darüber läßt Du uns ja alle im Unklaren oder ob Du einfach gerne kontrovers diskutierst, damit die besten Möglichkeiten für alle sichtbar in einem öffentlichen Forum auf den Tisch gebracht werden!? Was ich übrigens sehr hoffe - also Letzteres!!
