So und nachdem ich mir nun den ersten Frust von der Seele geschriben hab, hier jetzt vielleicht was für Dein Verständnis.
Du bist ja erst 15 und somit hoffentlich noch lernfähig (ich geb die Hoffnung nicht auf).
Also, ich wollte als Kind auch immer einen Hund haben. Bei und wohnten auch meine Großeltern unten im Haus, meine Eltern und meine 2 Geschwister wohnten in der 1. Etage. Wir hatten einen großen Garten und mein Vater eine Werkstatt (Schmiede und Bauschlosserei) gleich nebenan. Der Rest wollte leider keinen Hund

bzw. ausser mir wollte sich keiner kümmern und meine Mutter war auch so drauf: mir kommt kein Hund ins Haus.
Begeistert war ich nicht gerade, aber meine Eltern konsequent.
Das übliche: wer kümmert sich, wenn Du nicht willst oder kannst? Papa muß arbeiten, ich hab den Haushalt für uns und Oma und Opa und Deine Geschwister haben kein Interesse.
Damals hab ich mir geschworen: irgendwann kriegst Du einen Hund, wenn Du es selbst bestimmen kannst und Zeit und Platz dafür hast.
Und siehe da: mit 29 Jahren war es dann soweit, ich wohnte bei meinem Freund und endlich liess sich mein Wunsch erfüllen. Wir holten uns ein 9 Wochen altes Berner-Sennen Wollknäuel-Baby.
Meine Arbeitsstelle ist nur 10 Minuten von zuhause entfernt, mein Freund mußte um 6:30 h anfangen und ich um 7:30 h und in den ersten 2 Jahren hatten wir zusätzlich für vormittags eine Hundesitterin (Nachbarin mit einem Irish-Setter, die unsere kleine Maus mitbetreut hat). Mittags waren wir beide von 12:00 - 13:00 h da und sind wieder mit ihr raus. Und mein Freund war dann ab 15:30 h zuhause und ich ab 16:30 h.
Wenn Du dann so ein Tier mit 9 Wochen bekommen hast, hast es aufgezogen und es sein Leben lang begleitet, sämtliche Höhen und Tiefen mit ihm durchgestanden hast und wenn dann auch einmal das Ende kommt und Du gehst selbstverständlich auch diesen Weg mit Deinem Tier zusammen und es schläft für immer (hoffentlich in Deinen Armen) ein, spätestens dann weisst Du, was ein wahrer und wirklicher Freund ist.
Und dann weisst Du auch, das so ein Tier wie ein Kind sein kann bzw. ist, das hat nix mit Vermenschlichung zu tun, das ist einfach so.
Und so ein Familienmitglied lebt halt nicht Tag und Nacht allein im Zwinger.
Ich hab es durch mit allen drum und dran und genau deshalb, weil ich das nicht mehr missen möchste, zieht in ca. 5 Wochen das nächste Berner-Baby bei uns zuhause ein.
Ich hoffe, das ich Dir hiermit einen Gedankenanstoß geben konnte und Du hoffentlich Deine derzeitige Situation und Absicht nochmal überdenkst.