Hallo ihr Lieben,
ich muss euch ein klitzekleines Erfolgserlebnis berichten.
Also als erstes muss ich sagen, dass es an MIR liegt, wenn Becks so ausflippt.. das ist mir gestern abend GANZ deutlich geworden. Es kommt darauf an, wie ICH auf die entgegenkommenden Hunde reagiere. Wenn ich einen Hund von weitem sehe, den ich kenne, sage ich zum Beispiel schon ganz freudig zu Becks "Ja guck mal wer da ist" .. Er hört dann auch gleich auf zu ziehen und freut sich nur noch, weil er weiß, dass er den anderen Hund kennt.. Und weil er weiß, dass ich ihn dann zu dem anderen Hund lasse, weil ja nichts passieren kann. Natürlich, kann immer was passieren, aber da bin ich dann halt ziemlich sicher, dass nichts passiert.
So, nun zu meinem klitzekleinen Erfolgserlebnis:
Ich war gestern abend mit Becks spazieren, und habe mich mit nem Freund getroffen, der dann mit uns spazieren gekommen ist.
Nein, wie dämlich sich das ganze gleich für euch anhören wird.
Naja, jedenfalls sind war dann so nen Feld- bzw Wiesenweg entlang gegangen und sind dann da stehen geblieben, um zu quatschen.
Wenns dunkel ist, ist Becks immernoch um einiges aufmerksamer und wird auch noch um einiges dreister, muss ich dazu sagen.
Jedenfalls standen wir so da und dann hab ich gesehen, dass ne Frau mit nem großen schwarzen Hund in unsere Richtung kam. Ich hab den Freund dann gefragt, ob die in unsere Richtung gehen.
Gingen sie.
Ich bin dann mit Becks extra EIN STÜCK zur Seite gegangen, in die Wiese.
Ich hatte Angst, mich total zu blamieren und bin deswegen EXTREM ruhig blieben. Hab mir Becks im Halsband geschnappt, mich zu ihm gehockt und ihn festgehalten. GANZ RUHIG!
Der Hund der Frau war ziemlich am Knurren und hat zwischendurch auch gebellt und hat auch sichtlich in unsere Richtung Specktakel gemacht.
Becks wollte grad einen Ton von sich geben und aufhüpfen, als ich ihn zu mir runter gehalten habe und gesagt habe "AUS!" , "Wag es dich nicht!".
Was soll ich euch sagen?!?!?!
BECKS HAT KEINEN MUCKS VON SICH GEGEBEN. Er ist neben mir sitzen geblieben, ist nicht wie ein "abgestochenes Schwein" an der Leine rumgesprungen und hat NICHT rumgepöbelt.
Ich hab ihm natürlich direkt Leckerlie ins Maul gesteckt.
Und noch dazu haben wir das Halti NICHT benutzt. Er hatte es zwar an, aber ich hatte die Leine nicht daran befestigt.. So mache ich das immer, wenn ich nen "leeren" Feldweg langgehe, damit er länger laufen kann. Wenn ich dann nen Hund von weitem sehe, befestige ich natürlich die Leine daran.
Naja, ich weiß auf jeden Fall jetzt, dass das an mir liegt. Sein Verhalten.
Ich werd den Freund jetzt öfter mitnehmen. Ich weiß nicht wieso, aber ich war in der Situation einfach viel ruhiger. Wie gesagt, ich wollte mich nicht komplett blamieren, indem ich nen muckenden Hund an der Leine habe, der mich über nen NASSEN Rasen zieht.
Wollte ich euch nur mal eben berichten. Auch wenn ich gedacht habe, ich würde immer mein Bestes geben, etwas richtig zu machen... Diese Situation hat mir gezeigt, dass ich es ganz und gar nicht geschafft habe, in letzter Zeit.

Naja, aber aus Fehlern, und aufgezeigten Beispielen, kann man ja nur lernen.

Lg,
Claudia
Und schreibt ruhig weiter hier eure Beiträge rein, es ist interessant zu lesen, wie andere ihren Alltag mit Hund bewältigen. Und ich glaube, wenn man von allen Verhaltensweisen, die man befürwortet, das beste rauspickt, hat man irgendwann seine ganz eigene, gut funktionierende Erziehungsmethode.
