Jenni hat geschrieben:Ihr seid echt lustig... das ist voll komisch, wenn man Euch so ließt. Ich glaube, Ihr meint tatsächlich alle FAST das Selbe!
@Jutta, ich versuchs mal - gebe aber keine Garantie, dass man mich besser versteht! Es macht Sinn, in der Arbeit mit dem Hund zu unterscheiden, ob ich auf der BEZIEHUNGS-Ebene arbeite oder auf der ERZIEHUNGS-Ebene. Am besten man fängt bei der Beziehung an, weil dann alles etwas leichter wird. Beziehung beruht auf Respekt - und zwar gegenseitigem. Das bedeutet für ein Rudel, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nunmal nicht darf. Nicht, weil die Leitwölfe tyrannisch sind, sondern, weil diese Dinge das Leben erhalten können. Deswegen sagt man in der Natur auch LASS ES! Die Natur sagt niemals TUE DIES ODER TUE DAS. Das wäre viel zu aufwendig! Geht das Rudel auf jagd und ein Schnösel will vorrennen und droht die Jagd zum Scheitern zu bringen, wird er von einem ein LASS ES aufgedrückt bekommen. Er weiß z. B. "andere jetzt zum spielen auffordern ist LASS ES", damit ist aber alles andere erlaubt. Das grob vorweg! Das ist schwer mit Kindern zu vergleichen, weil man es denen ja noch verbal erklären kann, einem Hund aber nicht.
Das eine ist nicht zwangsläufig besser als das andere, aber die Arbeit über Respekt, also Beziehung ist oft nachhaltiger, geht schneller und ist für den Hund verständlicher, weil man in SEINER Sprache arbeitet.
Ich könnte ja z. B. das nehmen eines Leckerlies durch NEIN verbieten. Das muss ich dem Hund aber erstmal beibringen. Je nach Hund und Zeit dauert es eine Weile, bis er das verstanden hat und bis er es z. B. auch macht, wenn ich es auf den Boden legen und den Raum verlassen. Das NEIN ist konditioniert. Der Hund muss also verknüpfen: Leckerlie auf dem Boden + Mutti sagt Nein + zeigt auf das Leckerlie = Nicht nehmen!
Will ich, dass mein Hund ohne Leine hinter oder neben mir läuft, könnte ich z. B. FUSS oder DAHINTER verknüpfen. Er lernt also: Ohne Leine laufen + Mutti sagt Fuss = Neben ihr bleiben. Jeder, der das schon gearbeitet hat, weiß wie lange es dauern kann, bis ein Hund richtiges Fuss läuft.
Du könntest aber auch über BEZIEHUNG arbeiten. Beziehung heißt, Du musst Deinem Hund nur zeigen, was LASS ES bedeutet. Und das muss er nicht mal als Kommando lernen! Du gehst, er will überholen, Du machst gelb. Er versucht es nochmal, Du machst rot. Du schmeißt die Leckerchen hin, er will sie nehmen, Du machst gelb, er versucht es nochmal, Du machst rot.
Er muss wie in freier Wildbahn nur eine Sache lernen. Nach gelb kommt rot und rot will ich nicht, also muss ich lassen, was ich tue!
Geht einfach schneller!
Da ich hier aber keine Kommandos gebe, sondern nur LASS ES sage, kann ich nichts auflösen. Der Hund macht das, weil er Respekt vor mir hat, er respektiert, dass ich einen Wunsch geäußert habe und folgt dem, weil er sich als Teil des Rudels sieht und die Vorteile daraus genießt! Ich kann aber LASS ES nicht mit einem Kommando auflösen. Was soll ich sagen? TUE ETWAS?? Ja was denn? Das was ich tun kann, um vielleicht Eure Verwirrung aufzulösen:
Natürlich könnte ich nun anfangen, nachdem ich im Beziehungsbereich gearbeitet habe, im Erziehungsbereich zu arbeiten und meinem Hund z. B. das Kommando VORAN geben und er darf laufen! Das ginge schon.
Die Frage ist, obs nötig ist? Warum muss ich dass denn auflösen, wenn der Hund es doch offensichtlich gerne freiwillig macht? Bei mir hats über sechs Wochen gedauert, bevor meine Hunde wieder angefangen haben, mich zu überholen und das ging dann übrigens tatsächlich nur mit DEKONZENTRATION. Ich habe eine Spiel auf meinem Handy gespielt. Dann hats gefunzt! Cassidy kommt aber nach wie vor fast bei jedem Spaziergang irgendwann hinter mich, ohne dass ich das sage.
Ich würde da keine Spielchen machen, wie schnell laufen, langsam laufen, Richtungswechsel usw. Madita muss denken, Du hast nen Sockenschuss. Lass sie einfach Lotte und konzentrier Dich auf was anderes. Wirst sehen, das geht. Du musst nur Geduld haben.
Ich hoffe, das war jetzt nicht noch verwirrender!?
ich kapier es wirklich nicht weil ich einfach den unterschied nicht erkenne.
weil wenn du das mit dem leckerlie als beispiel nimmst und das mit dem hinter dir gehen, dann würde doch bei beiden beispielen das resulat darin bestehen, dass der hund das von sich aus auflöst.
verstehe ich das richtig, also nicht mal auflösen weil es ja keine zeitgebundene situation war.
beim hinter her gehen wäre dann das resulat, dass der hund von sich aus wieder versucht an dir vorbei zu gehen. wenn es dir recht ist dann reagierst du nicht wenn es dir nicht recht ist knurrst du wieder oder machst diese ampelsystem.
verstehe ich das so richtig?
also wäre es in dem fall mit dem keks doch auch so, dass wenn du den raum velässt der hund für sich entscheidet wie das resulat ausgeht. er nimmt den keks weil es war ja kein befehl für die ewigkeit und du warst nicht da um dein ampelsysthem zu benutzen.
jetzt aber mal anders rum gedacht, sorry ist wirklich nicht nervig gemeint ist aber wegen meiner unverständnis etwas schwierig da durch zu blicken.
wenn also du dem hund ein zeichen gibst, aus der beziehungsphase heraus, dass er hinter dich soll und er es dann für sich wieder auflsen darf in dem er dann an dir vorbei geht. bringt man dem hund damit dann nicht bei, dass er auf hinweise von dir sei, es verbal oder körperlich einfach nach einer gewissen zeit schaut ob es dir recht ist, dass er das von sich aus wieder auflöst.
hat das nicht zur folge, dass der hund einen befehl ausführt und dann danach selbst entscheiden will wann er aufgelöst wird.
also kann ein hund wirklich unterscheiden, dass er bei erzeihungsmässigen befehl fuß solange bei fuß zu laufen hat wie du es willst, während du durch beziehungsmäßiges zeigen von bei fuß laufen er sich selbst entscheiden kann wann er es probiert den zustand zu verändern.
gibt es da wirklich für den hund einen unterschied?
meine um mich schwirrenden fragezeichen nehmen immer mehr zu, sorry.
