Hallo Ralph,
bicki hat geschrieben:Wie erkenne ich denn, ob ich meinem kleinen zuviel zumute, wenn er bis zur Erschöpfung ginge?
Da können Claudia und Gudrun bestimmt noch was zu sagen, ich habe "nur" Bearded Collie Mischlinge und Naya ist ein ziemlicher Feger. Die hat im Sommer bei 30Grad mit dem Nachbarsjungen fast 2 Std. Ball gespielt. Ich war nicht da, meine Eltern fandens ok... Ich war ein wenig sauer.. eben weil sie keine Grenzen kennt. Ende vom Lied, sie hat fast genauso lange hechelnd auf dem kalten Boden gelegen, sich die Füße blutig gerannt und war DANN, als ich sagte FEIERABEND total erschossen. Man sieht es Naya nicht an, wenn man auf "hat sie noch Lust" guckt. Lust hat sie immer, bis sie tot umfällt. Aber natürlich siehst Du dem Hund an (wenn man ihn ein bißchen kennt), dass er sich einfach verausgabt. Er hechelt, Naya z. B. kriegt fast einen Tunnelblick und ist dann nur noch Objektgeil. Sie braucht dann auch entweder eine klare Ansage, dass nun nicht mehr gespielt wird oder eben komplette Ignoranz für alles, was sie einem vor die Füße wirft. Das dauert zwar sehr, sehr lange, bis sie es dann versteht, aber irgendwann gibt sie auf... Ich weiß nicht, wie Claudia und Gudrun das machen, aber ich kann meine beiden Hunde so gut einschätzen, dass ich weiß, wann es reicht, auch wenn sie noch könnten. Da gehe ich nach Bauch!
bicki hat geschrieben:Doch sagte mir grad heute Abend meine Mutter, dass das zu kalt für ihn sei und er Gelenkerkrankungen im Alter bekommen könnte, wenn ich ihn weiterhin „baden“ lasse… Mir schien, er hatte grosse Freude. Soll ich noch warten mit See?
Hm... der Satz Deiner Mutter hört sich für mich erstmal mehr nach Mensch als nach Hund an. Es gibt ja genug "bekloppte" Hunde (keine Angst auch hier ist Naya eine Dazugehörige), die auch bei Minusgraden baden gehen. Für mich ist immer wichtig, dass sie sich dann bewegen, damit sie nicht kalt werden. Und sich nicht z. B. hinlegen, weils grad so nett ist. Cassidy würde bei so einem Wetter nicht mal durch eine Pfütze laufen... Da muss es schon mindestens 20Grad haben... *lach* Bin aber auch hier gespannt auf die Antworten der anderen. Ich forciere das BADEN GEHEN bei dem Wetter nicht... und versuche es schon einzuschränken, aber wenns passiert, mache ich auch kein Drama draus.
bicki hat geschrieben:Übrigens noch die Frage wegen dem Treppen steigen… ich bin mir da nicht sicher. Hab gelesen, dass das für den Hund eine rechte Herausforderung betr Koordination ist und deshalb auch langsam geübt werden muss… aber ab WANN stand nirgends. 4 bis 5 mal am Tag 2 Stockwerke, angenehme Treppe… .liegt das drin?
Die Frage kenne ich aus unserem Welpenspiel. Meine Antwort dazu ist, dass der Hund es lernen muss, wenn er selbst die Traute dazu hat, der Mensch aber dafür Sorge tragen muss, dass es so viel wie nötig ist, damit ers lernt, aber so wenig wie Möglich, damit es nicht auf die Gelenke geht.
Mein Lieblingsbeispiel ist hier das von pummeligen Kindern, die im Alter oft gar keine Probleme mit dem Rücken, den Knien oder was weiß ich was haben, weil die Muskulatur und der ganze Körper sich dran gewöhnt hat, etwas mehr zu tragen. Wird aber ein immer schlank gewesener Mensch mit 40 auf einmal übergewichtig, gibts ganz schnell genau da Probleme. Ich denke, die Muskulatur muss sich an diese Art der Arbeit gewöhnen. Man muss es aber nicht übertreiben. Meine haben so mit 12 Wochen angefangen Treppen laufen zu üben. Ich war dabei und habe aufgepasst, dass nichts passiert und später dann, dass sie keinen Sport draus gemacht haben. Ich habe sie erstmal immer mehr hoch als runter gehen lassen, weil das die Gelenke nicht so belastet. Aber später dann auch alles.
bicki hat geschrieben:Gerade weil jetzt so ein wichtige Phase für die Zukunft von Mäx ist. Zurückdrehen ist nicht! Und lieber fragen, als später bereuen.
Das ist sicher richtig, finde ich auch gut...
bicki hat geschrieben:Doch möchte ich auch meinen Hund lesen können und auf ihn eingehen.
Hm, hast Du vielleicht jemanden, der Dir beim Deuten der Hundesprache helfen könnte. Eine gute Hundeschule einen Hundetrainer oder ähnliches? So dass Du die erste nötige Hilfe bekommst, die Du beim lernen der "Fremdsprache" brauchst?
bicki hat geschrieben:Finde aber den Punkt von Gudrun, dass man im Stande sein muss, das Spiel zu unterbrechen, bzw zu beenden schon auch wirklich wichtig.
Ja, das sehe ich auch so!! Will auch nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich das komplett anders sehe... vielleicht ist Gudrun da etwas "strenger

" als ich... Gudrun hat aber auch einen anderen Schlag Hund als ich. Ihr Collies sind sicherlich anspruchsvoller als meine beiden Ladys und bei acht Hunden, muss man schon nochmal konsequenter sein, als ich bei meinen zweien... Jeder Hund ist doch auch anders und jeder Mensch auch. Man muss, wie Du ja schon sagtest, seinen eigenen Weg finden und ich finde beide ok. Handhabe es selbst eben z. B. anders als Gudrun... kann aber auch gar nicht beurteilen, in wie fern das bei ihren Hunden nötig ist (Spiel beginnen, beenden und unterbrechen) bei meinen ists das nicht.
bicki hat geschrieben:Schlank ist er. Wenn überhaupt etwas, dann zu schlank! Seine Rippen spüre ich, ohne grossen Druck, gewicht meiner Hand reicht völlig… Ist das zu schlank? Sehen tut man sie nicht in entspannter Haltung.
Also meine Meinung ist, dass ein Hund der gesund ist nicht ZU schlank sein kann. Er kann zu fett aber nicht zu schlank sein. Man darf natürlich nicht jede Rippe sehen und man braucht auch nicht wie bei einem Windhund die Wirbelsäule sehen... aber alles andere ist meiner Meinung nach völlig ok und besser als das Gegenteil!
Bin sehr gespannt auf andere Antworten...