aber ich fand es zu umständlich, immer auf so ein Gerät angewiesen zu sein
Wärst Du "dran" geblieben, wüsstest Du das es nicht so ist.
Nun frage ich mich, warum sich aber so viele andere Hundehalter so für die Methode
des Clickertrainings begeistern

Weil es nichts Effektiveres und Nachhaltigeres gibt, wenn der Hund lernen soll.
ich lebe ja nun schon weit länger mit Hunden zusammen als die Clicker-Methode.
Ich auch.
Die drei Hunde vor meinem jetzigen habe ich auch alle ohne Marker erzogen, das hat geklappt.
Aber ich sehe den Vergleich und ich kann sagen, dass es mit Marker (das ist der Clicker oder halt ein Markerwort) wesentlich besser funktioniert, nicht nur für den Hund, auch für den Halter.
Man muss nur den Mut haben und sich trauen Neues zu lernen.
Für mich war das vorab bestätigende "Ja!" oder "Ja, fein!" immer ein adäquater Klick-Ersatz.
Dein "Ja" oder "Ja, fein" ist definitiv kein adäquater Click-Ersatz, denn wenn es Dir schon zuviel ist den Clicker mitzunehmen (den man im Ürbigen nicht in der Tasche hat), dann werden Dir die Verstärker die man nutzt auch zuviel sein.
Der Clicker steht nicht nur für einen verbesserten "Knackfrosch", er steht für Markertraining, das Arbeiten mit Verstärkern besser gesagt Arbeiten mit positiver Verstärkung, dem Wissen um Lerntheorien, dem bewussten Verzicht auf Strafen in der Erziehung beim Hund (die nicht ganz auszuschließen sind, denn auch ich bin nur ein Mensch und kann nicht immer alles und jeden kontrollieren), dem Mut "alten Hüte" in den Schrank zu packen und Neues zu lernen.
Natürlich "funktioniert" es auch, so wie man es schon immer gemacht hat - und jeder Halter wählt seinen eigenen Weg und niemand wird zu irgendetwas genötigt.
Aber mir reichte halt nicht mehr aus. Ich habe angefangen zu lernen und das ist meinem jetzigen Hund (den ich mit positiver Verstärkung erzogen habe und mit der ich bis heute "arbeite") mehr als einfach nur "sehr gut" bekommen. Es macht einfach riesig Spaß zu sehen, mit wieviel Begeisterung er lernt, was er sich einfallen lässt um mich zu "Kooperation" zu bewegen, wenn ihm nach einem Leckerlie ist. Ich will nicht, blocken, hemme, rucken, zischen, stupsen, kneifen, trampeln und was es da noch so alles an Option gibt, wenn man mit Strafen arbeitet.
Ich will meine Möglichkeiten ausschöpfen zu lernen um meinen Hund richtiges bzw. erwünschtes Verhalten zu lehren.
Und dafür gibt es nichts Effektiveres und Nachhaltigeres wie das Markertraining (hätte ich schon erwähnt, gell?)
Clickertraining ist super, um Tieren "Tricks" beizubringen. Leika hat mit Clicker sehr schnell Rolle, Bellen auf Befehl, Pfote geben, etwas mit den Pfoten berühren (touch!) usw. gelernt. Der große Vorteil beim Clicker ist, dass du fast 100% im richtigen Moment bestätigen kannst, also auch die kleinen Zwischenschritte. Und der Hund "erarbeitet" sich den Trick i.d.R. selbst.
Für die normale Grunderziehung nutzte ich den Clicker auch nicht, da reicht mir Stimme und Körpersprache im Alltag. Aber für Tricks oder um bestimmte Sequenzen zu lernen (z.b. beim Agility) finde ich Clicker super.
Das finde ich auch immer wieder "seltsam".
Wenn ich feststelle, dass mein Hund mit dem Clicker schnell und gerne lernt, dann würde mir im Traum nicht einfallen, diesen Weg nur für Tricks zu nutzen, den würde ich dann auch in der Grunderziehung und bei allen anderen Dingen, der er lernen soll nutzen ... bzw. ich mache es ja schon so und weiß wie klasse dieser Weg ist.
Es gibt im Übrigen keine Einschränken beim Markertraining, wenn es darum geht, dass ich einen Hund etwas lehren will, dann geht das mit Markertraining.