Akira hat geschrieben:Rechne mal einfach nach , wieviele Stunden Du immer zu damit verbringst auf etwas zu warten??????...
UNENDLICH viele....
Weil Du wartest , das es bald Ferien gibt , das Essen fertig ist, der Bus kommt, Die Mama anruft,
Erziehungsmaßnamen fruchten. Das Wetter besser wird usw.
Ja, das stimmt. Ich denke, man verbringt die Hälfte seines Lebens mit Warten. Wenn nicht, sogar mehr als die Hälfte.
Whoopsy hat geschrieben:Gerade wenn sich einschneidende Dinge verändern. Sei es ein neuer Job, ein Umzug, ein neuer Lebensgefährte oder der Tod.
Ja und der Tod kommt viel schneller, als einem lieb ist.
Erst Samstag hat mein Freund einen Anruf bekommen, 3 ehemalige Arbeitskollegen und gute Freunde von ihm sind gestorben. Autounfall. Auf dem Weg vom Feierabend nach Hause. Sie haben im Stau gesteckt. Ein LKW-Fahrer hat nicht aufgepasst und ist frontal in das Auto der 3 Jungs reingerast. Die Jungs sind im Auto verbrannt, alle 3. Wenn ich bedenke, mein Freund hätte mit in dem Auto sitzen können, wenn er vor ein paar Monaten nicht den Job gewechselt hätte... ich darf gar nicht daran denken. Man muss sich mal vorstellen, man kommt von der Arbeit und freut sich so darauf, nach Hause zur Familie zu kommen. Hat sich noch vorgenommen, am nächsten Tag mit den Freunden das Deutschlandspiel zu schauen und danach schön einen drauf zu machen... und dann sowas. Die 3 waren so um die 25 rum. Ich wollte meinen Freund nicht noch mehr ausquetschen, der war fertig genug.
Solche Gedanken machen mich fertig. Und ich weiß, dass wir alle nicht unsterblich sind.
Ich weiß auch, dass es vielleicht falsch ist, sich ständig mit solchen Gedanken zu beschäftigen, aber es ist nun mal so. Und ich fänd es auch falsch, sich nicht damit auseinander zu setzen.
Leben und Tod liegen so nah beieinander.
Mein Großcousin ist letztes Jahr 2 Tage vor Weihnachten gestorben, mit 30. Er hatte Leukämie, er schien wieder auf die Beine zu kommen, dem war aber nicht so. Seine Frau gerade 26 oder 27...
Ich habe einfach Angst davor, etwas zu verlieren, was mir wichtig ist.
Und zu sterben, bevor ich nicht vieles von dem erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe.
Whoopsy hat geschrieben:Ich komm mir auch manchmal vor, wie wenn ich in einem Hamsterrad laufen. Ständig in Bewegung und ständig in Aktion aber eigentlich lebe ich manchmal nicht bewusst. Die Zeit fliegt nur so dahin.
Das Leben ist im Grunde ja auch nur ein Kreislauf. Mit Höhen und Tiefen. Und mit Freude und Leid.
Aber man kann nichts dagegen tun. Die Zeit hat kein Erbamen.
Man arbeitet, um ein gutes Leben zu haben. Man verliebt sich, man bekommt Kinder, man schafft sich Tiere an. All das tut man, um ein erfülltes Leben zu haben. Und ständig hat man die Angst, etwas hergeben zu müssen. Zumindest geht es mir so. Und ich denke, allen anderen auch.
Ich hoffe, dass ich mit dem, was ich hier schreibe, keine schlechte Stimmung verbreite, denn das möchte ich ganz und gar nicht.
Ich möchte es einfach nur mal loswerden. Ich möchte es Leuten erzählen, denen es vielleicht genau so geht. Und ich möchte das was ich weiß, teilen. Und das, was ich nicht weiß, möchte ich lernen und auf meinen Weg mitnehmen.